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	<title>Interviews | Jazz Pistols</title>
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	<title>Interviews | Jazz Pistols</title>
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		<title>SWR Kultur &#8211; (Audio) Ein Porträt der deutschen Jazzrockband Jazz Pistols 08/13</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jazz Pistols]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Aug 2013 10:44:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>S W R Kultur „Das sind unsere Regeln, Stücke eins zu eins live reproduzieren zu können&#8221; Ein Porträt der deutschen Jazzrockband Jazz Pistols von Johannes Kaiser Mod. Die Jazz Pistols sind eine deutsche Jazzrock-Band, die sich 1995 gegründet hat. Sie hat 2011 nach neun Jahren Pause ihr fünftes Album ‚Superstring‘ vorgelegt,  das neben Eigenkompositionen auch zwei [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>S W R Kultur</p>
<p><i>„Das sind unsere Regeln, Stücke eins zu eins live reproduzieren zu können&#8221;</i><br />
Ein Porträt der deutschen Jazzrockband Jazz Pistols<br />
von Johannes Kaiser</p>
<p>Mod. Die Jazz Pistols sind eine deutsche Jazzrock-Band, die sich 1995 gegründet hat. Sie hat 2011 nach neun Jahren Pause ihr fünftes Album ‚Superstring‘ vorgelegt,<span class="Apple-converted-space">  </span>das neben Eigenkompositionen auch zwei Cover-Versionen enthält. Die neuen Titel bilden seitdem den Hauptpart aller Konzerte. Das Trio gilt weltweit als eine der innovativsten Bands des Genres, das im englischsprachigen Raum unter der Bezeichnung Fusion firmiert. Die Mitglieder des Trios gehören unter anderem auch zur Band des Schauspielers Uwe Ochsenknecht.</p>
<p>MUSIK: Titel 1 &#8211; Superstring – ca. 0.30‘<br />
<i>kurz stehen lassen, dann O-Ton drüber legen, langsam ausblenden</i><br />
Komp. Stefan Ivan Schäfer, Interpr. Jazz Pistols, von der CD ‚Superstring‘, Cherrytown Records 2012, LC 15113 <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>TAKE 1: O-Ton Kaiser<br />
<i>&#8220;Also bei der letzten aktuellen CD ‚Superstring‘ sind die meisten Eigenkompositionen von unserem Gitarristen, Stefan Ivan Schäfer, der dann mit den Ideen in die Probe kommt. Aber jeder von uns, also Schlagzeug, Bass, wir entwickeln dann meistens unseren Part dazu und wenn wir gleich mit dem Titelstück anfangen ‚Superstring‘, das ist halt geprägt von stark rhythmisierten Gitarrenfiguren und, ja, es geht auch durch verschiedene Taktarten durch. Als wir gesagt haben, gut, das wollen wir auch als Zusatzinformation ins Booklet mit aufnehmen, da mussten wir dann auch direkt nochmal nachzählen, was das eigentlich für Taktarten teilweise sind, weil wenn man‘s spielt, dann zählt man eigentlich nicht mehr, sondern fühlt die Sache erst mal.“</i></p>
<p>Spr.: Seit 1995 spielt der 41jährige Bassist Christoph Victor Kaiser mit dem Schlagzeuger Thomas Lui Ludwig und dem Gitarristen Stefan Ivan Schäfer zusammen. Ihr Bandname Jazz Pistols Name ist wohl auch als kleine Verbeugung vor der längst untergegangenen Punk-Band Sex Pistols und ihrem ungestümem Rock zu verstehen, denn heftig, hart und dynamisch sind auch viele der ausschließlich instrumentalen Titel des Jazztrios, allerdings musikalisch erheblich einfallsreicher. Die Jazz Pistols pflegen seit ihrer Gründung 1995 ein Genre, was vor allem in den 70iger und 80iger Jahren weltweit mit Chick Corea, Weather Report oder McLaughlins Mahavishnu Orchestra Furore machte: den Jazz-Rock. Allerdings sind sie bei den alten Formen nicht stehengeblieben, haben ihren eigenen Stil entwickelt, wie ihre 2011 veröffentlichte, fünfte Produktion beweist, die sich durchaus von ihren Vorgängern unterscheidet, denn:</p>
<p>TAKE 2: O-Ton Kaiser<br />
<i>„Wenn die Stücke entstehen, dann gibt es oftmals schon am Anfang ausschließende Kriterien, dass wir sagen, von dem Stil da hat wir jetzt schon bei der letzten Platte etwas, auch wenn&#8217;s gut ist, aber wo wir uns dann halt auch weiter entwickeln wollen und da sieben wir einfach selber schon im Vorfeld so viel aus, dass es teilweise kompliziert und schwieriger wird, dann einfach mit Stücken voranzukommen.“</i></p>
<p>MUSIK: Titel 2 – Chick San – ca. 0.30‘<br />
<i>kurz stehen lassen, dann O-Ton drüber legen, langsam ausblenden</i><br />
Komp. + Interpr. Jazz Pistols, von der CD ‚Superstring‘, Cherrytown Records 2012, LC 15113 <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Spr.: Natürlich verbeugen sich die drei Musiker vor ihren großen Vorbildern, wie in diesem Titel Chick San vor Chick Corea, der sich als Hommage an dessen Musik versteht. Das gilt auch für ‚Berns Rotation‘, ein weiteres neues Stück:</p>
<p>TAKE 3: O-Ton Kaiser<br />
<i>„Berns Rotation ist eine recht schnelle Melodie, die in der Melodieführung oder an einigen Stellen uns an die Melodie von Leonard Bernstein von America, also von der West Side Story erinnert hat und der Name kommt daher ‚Berns Rotation‘, wir haben uns gedacht, na, wenn er das hört, wird er sich vielleicht im Grabe umdrehen.“</i> <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Spr.: Das wird er wohl kaum, denn Spielwitz paart sich bei den Jazz Pistols mit hoher Musikalität. Was man auf der Platte hört, ist alles Handarbeit, d.h. auch im Konzert bekommt man genau dasselbe geboten. Da wird nicht getrickst:</p>
<p>TAKE 4: O-Ton Kaiser<br />
<i>„Dass sind unsere Regeln, dass wir unsere Studioalben in dem Maße produzieren, dass wir die Stücke auch eins zu eins live reproduzieren können, wie wir sie eingespielt haben und das erfordert dann halt einfach auch bestimmte Spieltechniken. Zum Beispiel auf dem E-Bass verwende ich eine Tapping Technik. Wenn man die Saiten einfach mit den Fingerkuppen anschlägt, ohne zu zupfen, dann ertönt auch von selber der Ton, an dessen Punkt man gerade aufhämmert und das kann man halt auch mit zwei Händen machen und daher dann unabhängig Basslinie und Akkorde oder Melodielinien auch spielen.“</i></p>
<p>Spr.: Rockiger, eingängiger Jazz in feinster Verpackung: das beherrschen die Jazz Pistols in selten geglückter Perfektion.</p>
<p>MUSIK: Titel 7 – Sex in a Pan – ca. 2.00‘<br />
<i>ab 3.00‘ unter Spr. legen, ausspielen</i><br />
Komp. Victor Wooten, Interpr. Jazz Pistols, von der CD ‚Superstring‘, Cherrytown Records 2012, LC 15113</p>The post <a href="https://www.jazz-pistols.de/swr-kultur-ein-portraet-der-deutschen-jazzrockband-jazz-pistols">SWR Kultur – (Audio) Ein Porträt der deutschen Jazzrockband Jazz Pistols 08/13</a> first appeared on <a href="https://www.jazz-pistols.de">Jazz Pistols</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Jazz Pistols: Porträt &#8211; Bergsträsser Anzeiger 03/08</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jazz Pistols]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Mar 2008 12:07:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Energy-Jazz von der Bergstraße Porträt: Kompakter Klang und mitreißende Improvisationen – Das Heppenheimer Trio „Jazz-Pistols“ tritt mittlerweile in mehr als dreißig Ländern auf HEPPENHEIM. Es hat sich eingebürgert, dass Berufs-Musiker in mehreren Gruppen spielen. Da versteht es sich von selbst, dass gefragte Bands jedes Instrument mehrfach belegen, was zur Folge hat, dass sie bei ihren [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Energy-Jazz von der Bergstraße<br />
Porträt: Kompakter Klang und mitreißende Improvisationen – Das Heppenheimer Trio „Jazz-Pistols“ tritt mittlerweile in mehr als dreißig Ländern auf</p>
<p>HEPPENHEIM. Es hat sich eingebürgert, dass Berufs-Musiker in mehreren Gruppen spielen. Da versteht es sich von selbst, dass gefragte Bands jedes Instrument mehrfach belegen, was zur Folge hat, dass sie bei ihren Auftritten oft anders besetzt sind und sich die Musiker immer wieder neu aufeinander einstellen müssen. Hier fallen die „Jazz-Pistols“ aus dem Rahmen: Seit ihrer Gründung im Jahre 1995 ist das Trio bei vielen hundert Auftritten immer mit denselben drei Mitgliedern aufgetreten. Eine solche Kontinuität ist hörbar. Das erkennen nicht nur die eingefleischten Jazz-Fans, sondern immer mehr junge Leute, denen der Techno-Beat zu monoton daher kommt.<br />
Das ist auch den Goethe-Instituten aufgefallen, für die sie gerade eine Tournee durch Afrika und durch die ehemaligen Ostblockstaaten absolvierten. In über dreißig Ländern sind sie schon aufgetreten, vom intimen Club mit dreißig Personen bis zum Jazz-Fest in Litauen vor über zehntausend Zuhörern.</p>
<p>„Wir spielen Energy-Jazz“, erklärt der Bassist Christoph Victor Kaiser, „doch dabei steht immer die Melodie im Vordergrund.“ Die Improvisationen sind recht virtuos. Bass und Schlagzeug erstellen dazu ein filigranes Fundament vielfarbiger Begleitmuster. Das klingt nach einem Gegenentwurf zu den gesampelten „Loops“ (einzelne Melodieteile, die fortlaufend wiedergegeben werden) und „Overdubs“ (mehrere, gleichzeitig abgespielte Loops), die gerade bei kleinen Besetzungen so typisch für zeitgenössische Jazz-Arrangements geworden sind, weil sie mehr Klang hergeben. Da die „Pistols“ aber Wert auf authentische Musik legen, verwenden sie solche Techniken nicht.</p>
<p>Kaiser ist einer der bekanntesten deutschen Bassisten. Der Sechsunddreißigjährige war Stipendiat des „Berklee College of Music“ in Boston und spielt auf seinem sechssaitigen Instrument gleichzeitig Bass-Läufe und Harmonien. Über eine so genannte Midi-Schnittstelle steuert er mit seinem Bass elektronische Klangerzeuger und Synthesizer, so dass er auf der Bühne schon mal ein komplettes Orchester ersetzen kann. Durch eine ausgefeilte „Tapping“-Technik fasziniert sein Spiel auch optisch die Zuhörer.</p>
<p>Die Gitarre spielt Stefan Ivan Schäfer (41). Er gilt als einer der vielseitigsten deutschen Gitarristen, und es ist vor allem sein unverwechselbarer Ton, der den „Jazz-Pistols“ ihren typischen Klang gibt. Er ist außerdem mit eigenen Kompositionen erfolgreich, unter anderem auch auf den Aufnahmen von Uwe Ochsenknecht zu hören.</p>
<p>Der Schlagzeuger Thomas Lui Ludwig ist mit 43 Jahren der Nestor des Trios. Er hat mit Jule Neigel, Vanilla Ninja, Chaka Khan und vielen anderen zahlreiche Alben eingespielt, lehrt an der Popakademie Mannheim und ist bei den „Pistols“ vor allem für die krummen, die ungeraden Takte (etwa 5/4, 7/4, 9/4, 11/4) zuständig.</p>
<p>Gerade ein Trio ist gezwungen, sich möglichst vieler Facetten zu bedienen. Konzept der „Pistols“ ist es daher, mitreißende Melodien und Improvisationen in die Struktur von Harmonie und Rhythmus einzubetten. Ob es ein Risiko ist, mit profilierten Musikern nach einem kompakten Gesamtklang zu streben? „Bei den Jazz-Pistols ist das kein Problem“, lacht der Bassist und lüftet das Geheimnis des Erfolges: „Jeder ist bereit, seinen individuellen Stil der Gruppe unterzuordnen und ihn gegebenenfalls so lange zu verändern, bis alle zufrieden sind.“</p>
<p>Die „Jazz-Pistols“ spielen am 5. April um 20 Uhr im Alten E-Werk in Heppenheim, Wilhelm-Rathenau-Straße/Ecke Liebigstraße. CDs und weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.jazz-pistols.de.</p>
<p>Marc Mandel<br />
19.3.2008</p>The post <a href="https://www.jazz-pistols.de/jazz-pistols-portraet-bergstraesser-anzeiger-03-08">Jazz Pistols: Porträt – Bergsträsser Anzeiger 03/08</a> first appeared on <a href="https://www.jazz-pistols.de">Jazz Pistols</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Christoph Victor Kaiser: Bass Professor 01/07</title>
		<link>https://www.jazz-pistols.de/christoph-victor-kaiser-bass-professor-01-07</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jazz Pistols]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jan 2007 05:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>BP: Hallo Christoph! Ihr habt mit den Jazz Pistols soeben eure neue CD fertiggestellt, „Jazz Pistols live“. Was kannst du uns darüber erzählen? CVK: Hallo Lars, unsere Live-CD ist während eines einzigen Konzerts im Darmstädter Schlosskeller entstanden – einem Club in unserer Nähe, den wir aufgrund seiner Atmosphäre und Nähe zum Publikum sehr mögen. Wir [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>BP: Hallo Christoph! Ihr habt mit den Jazz Pistols soeben eure neue CD fertiggestellt, „Jazz Pistols live“. Was kannst du uns darüber erzählen?</p>
<p>CVK: Hallo Lars, unsere Live-CD ist während eines einzigen Konzerts im Darmstädter Schlosskeller entstanden – einem Club in unserer Nähe, den wir aufgrund seiner Atmosphäre und Nähe zum Publikum sehr mögen. Wir haben unser komplettes Studioequipment in den Club verfrachtet, um den Gig mit dem bestmöglichen Sound aufzunehmen. Wir wollten bewusst die Dynamik eines einzelnen Auftritts einfangen und haben daher nur auf diese eine Karte gesetzt – also kein Tourzusammenschnitt von verschiedenen Locations. Mit knapp 80 Minuten ist die CD bis zum Rand gefüllt.</p>
<p>BP: Auf der Scheibe sind mit „Birdland“ und „Teen Town“ zwei offensichtliche Hommagen an Jaco Pastorius. Wie würdest du Jacos Einfluss auf dein Spiel beschreiben?</p>
<p>CVK: Mit „Palladium“ von Wayne Shorter sogar ein drittes – und lustiger Weise stammen die drei alle von einer Platte –„Heavy Weather“ von Weather Report. Es ist nicht so, dass wir nur diese Platte kennen würden oder jetzt alle Stücke davon durchmachen wollten – es hat sich nur gezeigt, dass sich diese Kompositionen gut für unsere Besetzung umsetzen ließen – zumindest in unserem Stil – und es macht jede Menge Spaß sie zu spielen, da es ausdrucksstarke Kompositionen sind. Ich würde es allerdings weniger als eine Hommage nur an Jaco, sondern vielmehr eine an Weather Report sehen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wenn heutzutage ein Bassist<span class="Apple-converted-space">  </span>behauptet, er wäre nicht von Jaco beeinflusst, kann man davon ausgehen, dass es nicht stimmt. Auch wenn man noch nie etwas von der Person Jaco gehört hat, kommt man an seinem Einfluss nicht vorbei. Ob es nun John Patitucci, Flea, Marcus Miller, Victor Wooten oder Gary Willis ist – sie haben alle ihre Portion Jaco abbekommen und die nimmt man unweigerlich auf, wenn man sie hört. Jaco ist nicht unbedingt mein Haupteinfluss &#8211; bei der Definiton des eigenen Sounds ist letztendlich eine Mischung aus verschiedenen Vorlieben entscheidend, bei der auch die Bassisten eine Rolle spielen, deren Stil einem weniger zusagt.</p>
<p>BP: Was passiert denn ansonsten gerade bei den Jazz Pistols?</p>
<p>CVK: Wir haben mit Cherrytown Records unser eigenes Label gegründet, auf dem wir nun als erste CD unsere neue Live-CD herausgebracht haben. Die anderen drei CDs sind auch über uns erhältlich, da wir alle Rechte von unserem früheren Label zurückbekommen haben. Allein die organisatorischen Aufgaben und das Einarbeiten in diese Materie erfordert natürlich viel Zeit – aber da es für die eigene Sache ist, macht man das ja gerne. Wir<span class="Apple-converted-space">  </span>haben mit unser Live-CD intensiv Promotion gemacht und werden in 2007 auf einigen Festivals vertreten sein und auch wieder mehr Clubgigs als in den vergangenen Jahren spielen. Daneben bereiten wir den Release einer DVD vor &#8211; die eventuell schon über unseren Webshop erhältlich sein wird, wenn ihr das lest &#8211; und arbeiten weiterhin an neuen Songs für unsere nächste Studio CD.</p>
<p>BP: Die Musik, die ihr spielt, ist ja nun nicht gerade massenkompatibel. Wie schafft ihr es, dennoch viel mit dem Projekt unterwegs zu sein und es nach vorne zu treiben?</p>
<p>CVK: Das kann nur klappen, wenn jeder voll hinter der Sache steht und sich dafür einsetzt. Ein Vorteil ist sicher, dass wir nur zu dritt sind – da fallen die Transportkosten schon niedriger und die Gagen höher aus als wenn man mit einem Quintett anrückt. Wenn sich unsere Songs in einer annähernd gleich hohen Rotation befänden wie die z.B. von Robbie Williams, wären wir sicherlich auch im Ansatz massenkompatibel <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> &#8230;.aber das ist sicherlich ein anderes Thema über die Radioformate und die Möglichkeiten, Musik wie die der Jazz Pistols zu Gehör zu bringen.</p>
<p>BP: Ihr seid ja bereits in sehr vielen, auch außereuropäischen Ländern unterwegs gewesen. Wie läuft denn das Booking bei den Jazz Pistols? Habt ihr eine Agentur, oder macht ihr das alleine?</p>
<p>CVK: Das liegt alles in unserer Hand – da kann man leider<span class="Apple-converted-space">  </span>wenig auf Mithilfe von Agenturen hoffen, die ihren Schnitt über einen Prozent-Deal machen wollen. Das ist für die bei vielen kleineren Clubgigs dann einfach nicht rentabel. Bei den Afrikatouren und der Tour in den Balkan ging die Organisation und Einladung vom Goethe Institut aus.</p>
<p>BP: Was für Eindrücke hast du beispielsweise aus Afrika mitgenommen?</p>
<p>CVK: Es waren neben den musikalischen vor allem menschliche Erfahrungen, die wir mitgenommen haben. Bei den Touren waren wir meist nur knapp zwei Tage an einem Ort – da geht alles wie im Zeitraffer. Auf jeden Fall bin ich relaxter in Bezug auf meine Lebenssituation geworden&#8230;wenn man erstmal hautnah erlebt wie es da unten teilweise abgeht, da braucht man sich hier wirklich nicht zu beklagen.</p>
<p>BP: Leben werdet ja ihr sicherlich nicht von der Band. Wie finanzierst du dich? Gibst du Unterricht oder spielst du in Galabands etc.?</p>
<p>CVK: Die Jazz Pistols bestehen seit zehn Jahren und wir arbeiten daran sie so aufzubauen, dass man mit Konzerten / CD-Verkäufen / Workshops etc. einen größeren Anteil abdecken kann – allerdings übersteigen momentan unsere Investionen bei weitem die Einnahmen – von der Arbeitsleistung ganz zu schweigen. Daneben gebe ich noch Unterricht, betreue unser Studio und mache Aufnahmen für Bands – meist Rock und Jazz, aber auch schon mal im klassischen Bereich. Da ich den kompletten Internetauftritt der Jazz Pistols aufgebaut habe und betreue, programmiere ich auch Auftritte für andere. Es sind einfach mehrere Standbeine, die sich gegenseitig abstützen. Da professionelle Hunderennen hierzulande ja verboten sind, muss ich auf die finanziellen Zusatzeinkünfte durch meinen russischen Windhund schweren Herzens verzichten <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>BP: Du hast auch einige Zeit in den Bands von Jule Neigel und Uwe Ochsenknecht gespielt. Machst du solche Pop-Jobs noch?</p>
<p>CVK: Momentan nicht – bei Jule war es eine Art Tourvertretung für Frank Itt für einige Gigs und bei Uwe habe ich zwei- drei Jahre gespielt. Wenn sich wieder was ergibt, würde ich es gerne machen – ich versuche generell möglichst variabel in den Stilen zu sein – spiele noch Soul/Jazz mit „Jazzmachine“ aus München und Modern Jazz mit dem „Regina Litvinova Trio“ aus Ludwigshafen und Cover-Rock mit dem „Blassen Bertram“<span class="Apple-converted-space">  </span>neben verschiedenen anderen Einsätzen. Ein neues Projekt ist Linos – ein Quartett mit Stefan Ivan Schäfer / Guitar von den Jazz Pistols, Dominik Steegmüller am Gesang und Tilman Bruno/Percussion.</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>BP: Dein Fodera klingt auch sehr jazz-bassig und kommt somit dem Jaco-Ton sehr nahe, ist aber ein Sechssaiter. Was schätzt du an diesen Instrumenten aus New York?</p>
<p>CVK: Die Foderas haben einen eigenen Charakter, der selbst bei so unterschiedlichen Spielertypen wie Victor Wooten, Anthony Jackson oder Richard Bona immer präsent ist. Ich habe meine beiden Foderas, einen VI-string fretted und einen fretless nun schon seit zehn Jahren und habe damit meinen Sound gefunden. Seit kurzem besitze ich allerdings auch einen Ritter Okon VI-string Midi von Jens Ritter, der mit seiner geschraubten Halskonstruktion und meiner Holzauswahl bewusst in eine andere Richtung als die Foderas geht und der ein tierischer Bass geworden ist. Ich habe über die Piezo-Tonabnehmer einen eingebauten Midiausgang, mit dem ich meine Tappingchords bei den Jazz Pistols direkt über einen Yamaha G50 und ein Klangmodul in Flächensounds umwandeln kann. Sowohl die Foderas als auch der Ritter sind einfach in der Topliga – was nicht heißen soll, dass man mit einem billigen Bass nicht auch gut spielen kann&#8230;.jeder hat da halt seine Vorlieben.</p>
<p>BP: Du hast ein Endorsement bei Fodera und nennst zwei Bässe dein Eigen. Was für einen Deal habt ihr?</p>
<p>CVK: Der Kontakt zu Fodera kam damals durch die erste Jazz Pistols CD und Mark Dronge von DR-strings zu stande, die ich auch endorse. Ich konnte mit ihnen meine Vorstellungen besprechen und sie haben mir einen fairen Artist-Preis gemacht.</p>
<p>BP: Außerdem spielst du inzwischen nicht mehr deinen heiß geliebten Walter-Woods-Amp, sondern Equipment von Accu Groove. Wie kam’s?</p>
<p>CVK: Die Frage nach meinem Walter Woods lässt mein Herz bluten und die Story, die dahintersteckt, würde den Umfang dieses Interviews sicherlich sprengen – nur soviel: Walter Woods weigert sich generell an Europäer zu verkaufen und man bekommt sie höchstens über eBay. Ich hatte das Glück einen zu ergattern, der hatte dann aber nach einer Weile einen Defekt und hier kennt sich keiner mit dem Ding aus, da Walter alle Bestandteile unkenntlich macht. Bei dem Versuch ihn an Walter zu schicken, ist er dann in den Wirren von Wirbelsturm Kathrina und anderen Unwegbarkeiten abhanden gekommen&#8230;ein teures Vergnügen – aber ich hätte trotzdem gerne wieder einen&#8230; momentan verrichtet ein Acoustic Image Focus II seine Dienste bei mir zusammen mit zwei AccuGroove Tri112. Das ganze Paket ist super leicht und dabei sehr druckvoll – ein echter Glücksfall.</p>
<p>BP: Übst du noch viel? Wenn ja: Woran arbeitest du gerade?</p>
<p>CVK: Aufgrund der ganzen Labelarbeit ist mein Übungspensum in letzter Zeit schon sehr in die Knie gegangen – allerdings versuche ich konstant zu arbeiten. Am liebsten an neuen Ideen für die Jazz Pistols, die einen musikalisch immer wieder herausfordern und voranbringen.</p>
<p>BP: Was war dein lustigstes „Live-Missgeschick“?</p>
<p>CVK: In Heidelberg bin ich mal von der Bühne gefallen (nein – ich bin Antialkoholiker, war einfach ein „Missgeschick“&#8230;) allerdings galt damals mein einziger Gedanke meinen Fodera zu schützen und deshalb war der Sturz relativ unsanft für den Körper – dafür ist der Bass heil geblieben&#8230;ist doch auch was.</p>
<p>BP: Was für Zukunftspläne hast du?</p>
<p>CVK: Wenn sich nach diesem epochalen Interview keine 25 Leute finden, die eine Jazz Pistols CD kaufen, werde ich mich wohl beruflich anders orientieren müssen&#8230;.vielleicht doch was mit Hunderennen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>BP: Danke für deine Zeit und alles Gute für dich und deine Projekte, Christoph!</p>
<p>CVK: Vielen Dank Lars – dann hänge ich hier zum Abschluss noch unsere Seite dran, bei der man alle unsere CDs zum guten Preis ergattern kann =&gt; http://www.jazz-pistols.de</p>The post <a href="https://www.jazz-pistols.de/christoph-victor-kaiser-bass-professor-01-07">Christoph Victor Kaiser: Bass Professor 01/07</a> first appeared on <a href="https://www.jazz-pistols.de">Jazz Pistols</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Christoph V. Kaiser: SouthAfrican Webmagazine Bassplayers 08/06</title>
		<link>https://www.jazz-pistols.de/christoph-v-kaiser-southafrican-webmagazine-bassplayers-08-06</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jazz Pistols]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jun 2006 12:03:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>An Chat with Christoph Victor Kaiser By Martin Simpson How long have you been playing Christoph? Hi Martin, I started playing the electric bass around 1989. How did you get started? I received classical instruction on the piano at the age of five and switched to violoncello at the age of 10. I stayed with [&#8230;]</p>
The post <a href="https://www.jazz-pistols.de/christoph-v-kaiser-southafrican-webmagazine-bassplayers-08-06">Christoph V. Kaiser: SouthAfrican Webmagazine Bassplayers 08/06</a> first appeared on <a href="https://www.jazz-pistols.de">Jazz Pistols</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="Stil5"><span class="Schrift">An Chat with Christoph Victor Kaiser</span></p>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">By Martin Simpson</span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">How long have you been playing Christoph?</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">Hi Martin, I started playing the electric bass around 1989.</span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">How did you get started?</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">I received classical instruction on the piano at the age of five and switched to violoncello at the age of 10. I stayed with the cello for about ten more years, after which, my interest and dedication to the electric bass had led me to focus my time on bass as a main instrument. My music teacher in high school told me that he needed a bassplayer for the big band and because I played cello, he thought I could do that, because I was able to read bass clef. That was the starting point and it didn´t take so long for me to get comfortable with the bass.</span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">Do you come from a musical family?</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">My father used to be an opera singer but changed very early to a regular teacher job and didn´t pushed his musical career.</span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">Do you still play Cello or any other instruments?</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">I mostly play electric bass, that is just my main instrument. Unfortunatly I don´t have the time to play the cello very often. I don´t play any other instruments in a way that it would be appropriate to mention them here.</span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">I read on the Jazz Pistols site that you took some instruction from Kai Eckhart.</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">Yes – that was at the time when he was touring with John McLaughlin and Trilok Gurtu. He lived nearby and I had the chance to take a few lessons with him. He is an extraordinary bassplayer and a very dedicated musician. Even though I didn´t have that many lessons with him, it was a very valuable time. It is not always the case that a good musician has to also be a good teacher – but Kai is definitly both.</span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">What’s your favourite band / solo artist?</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">There are quite a few artists that are turning my head – my interest in music is very broad, so I´m a big fan of Frank Sinatra, Miles Davis and David Bowie for excample. Bass-wise there are the usual suspects like Marcus Miller, Jaco Pastorius, Gary Willis, Victor Wooten, Victor Bailey, Richard Bona and others. I like to listen to John Scofield and Pat Metheney but also Hip Hop or other styles. My </span><span class="Schrift">CD collection mostly consists of CD’s where I can learn something, not only from the bass – and other CD’s that I just enjoy listening to.</span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">What are the amps and instruments you currently use?</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">Right now I use two VI-string Fodera Imperial basses – one fretted, the other one fretless. My working amp is a Acoustic Image Focus II after my Wolter Woods Ultra High Power got lost or stolen in the US on the way for service…. If anybody has information about it, the Serial Number is 121204-2. </span><span class="Schrift">I have two AccuGroove Tri 112 cabinets, which are incredibly light and goodsounding – just as the Focus. </span><span class="Schrift">That is about my main equipment, which I use on gigs. In the studio I use a Radial JDV-MK3 as DI-box.</span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">What instruments would you like to have if money were no object?</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">Actually I´m very fortunate and already own my dream instruments with my Foderas – I´m getting a Ritter Okon VI-string in the next few weeks, which I will be endorsing – just like the Foderas. I would like to have my Walter Woods amp back – but unfortunatly I had very bad experiences with that amp and the maker…</span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">Would you ever consider going beyond six strings on a bass?</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">Actually no. I just had to think about that question for myself a few months ago when Jens Ritter approached me to built a bass and we discussed if we maybe should go for a 7-string. But it’s just like I don´t hear me playing any higher. I don´t see the musical neccesity to go beyond six strings. It looks cool but I think there should be a bigger reason to switch – otherwise it would be really silly if you just can´t work with that instrument. Other than that, I believe that it would be even harder to get normal bassjobs with such an instrument. People are just scared that you’ll take over everything… it’s more for soloplayers, I think.</span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">Any interest in Double Bass?</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">I played a little Double Bass and because of my cello experience I can find my way and I´m in tune. But right now I don´t have the time to really hang in there for what I could be &#8211; somebody like John Patitucci who really covers both instruments in a fabulous way… I wish I could cover only one instrument like him <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">What have you been doing for the last five years or so?</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">I´m mainly focusing on the Jazz Pistols – my main band, which I’ve played with since 1996. Together with the guitar player Stefan Ivan Schäfer, I founded Cherrytown Records – our own record label where we are distributing our records. We just released a new Live-CD of the Jazz Pistols.</span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">Running your own Record Company must take a huge chunk out of your time – I remember Bob James, running Tappan Zee records and eventually he had to give it up because it was so time consuming.</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">Yes, you’re right… it definitly takes a lot of time – we are just at the beginning of it and it’s hard, but it’s for our own stuff so I´m just hoping that it will pay off. I´ve always had to do all that stuff by myself… booking, webpage programming and all the other stuff that has to do with running a band. So it just seemed logic to have everything in your own hands if you can´t find anybody that thinks along similar lines – this is it.</span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">What recordings that you’ve played on would you recommend for listening?</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">All of the Jazz Pistols – currently four releases to date. You can check them out at our webpage &#8211;<br />
http://www.jazz-pistols.de and also order them directly through us in our shop on our page.</span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">Could you give us a brief description of each of the Jazz Pistols albums?</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">Certainly…</span></p>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">Three on the floor from 1997 is our debut album and has Teen Town as a cover version on it. It has a good amount of energy and I still like it very much. There are also some nice ballads on it.</span></p>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">Three on the moon from 1999 has Birdland (Joe Zawinul) and Spain (Chick Corea) on it – two well known tunes that we arranged for our trio and they work very well. We also put up Blues for Gordon </span></p>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">from Bela Fleck and the Flecktones. I´m just naming here the coversongs because a lot of people maybe can get a better idea with that. But our own songs don´t have to hide in comparison to them.</span></p>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">Special Treatment from 2001 was recorded and mixed by me in our own studio. It is again a step forward in our vision what can be done with a trio. We have a coverversion of Wayne Shorters Palladium and also Vix9 from Victor Wooten/Bela Fleck and the Flecktones.</span></p>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">Our current Live-CD of 2006 is just coming out and has a mixture of all the CDs with great liveversions of the songs. You can go to our webpage http://www.jazz-pistols.de and listen to all the CDs and songs and also order them directly in our shop.</span></p>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">You can also check out our mySpace site at http://www.myspace.com/jazzpistols and get connected with us. I would be happy to add you to our friends list.</span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">What’s been the low point in your career so far?</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">Again I´m fortunate that I don´t feel that I have had any real low points in my career – or is it just that I haven’t had any highs and just don´t realise? <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></span></p>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">There are always ups and downs in your life – either personly or music wise. There are gigs which don´t work out as you originally thought they would/should or you have trouble with other musicians which can be a real showstopper for me…</span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">Yes, personality clashes have led to so many bands breaking up. What has been the high point?</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">The high point of my carrer was definitly the Africa tours that we did together with the German Goethe Institute. We have been in South Africa twice and in another 17 African Countries during our four visits in the last three years – that was definitly the high point.</span></p>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">Another high point &#8211; just about the number &#8211; was some concerts that I played in front of 80.000-100.000 people with a German rock group &#8211; but I have to admit that I liked (for example) our live gig for our Live-CD with the Jazz Pistols in front of around 300 people in a packed club, far better – because they cared about our music!</span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">You’ve visited the South African Bassists website www.bassplayers.co.za what do you think of it?</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">I think it’s a great resource for all kinds of musicians. It is not only focused at African players – it is very international and I’ve known about the site for quite some time and had been reading some interviews and articles. Definitly worth while to check it out – but I don´t have to tell you that or your readers – they already know what they are getting….</span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">What are your goals currently?</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">Right now we are trying to get our new Record Label going and promoting our new Jazz Pistols CD. We are currently working on our next studio CD and there are other projects in the pipeline. I just have to see how I can take care of all this without dropping some other important part.</span></p>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">I´m also, always on the search for new ways of expressing my musical visions and trying to practice more…</span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">So do you see the Jazz Pistols being around for quite some time to come?</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">After about ten years I still hope that we are around for quite some time. We are just working on our DVD coming out in the next months. Beside that we are in the process of recording for our new studio album…. So there is quite some stuff happening right now and we are hoping to find new fans and a wider audience.</span></p>
<pre class="Stil6"><span class="Schrift">As you’ve probably seen on our site, I’ve interviewed German bassists, Lars Lehmann, Philip Rehm and Markus Setzer. Hopefully, I’ll soon be doing interviews with Martin Engelien and Alfred Kallfass. Do you know any of these guys?</span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">Sure, they are known here in Germany. I know Lars and Martin personly. With Markus I only had some eMail contact – we are living in some other parts of Germany and never met, but he has some great stuff going on.</span></p>
<pre class="Stil5"><span class="Schrift"><strong>What does Christoph Kaiser get up to when he’s taking a break from music?</strong></span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">I have a Russian Sighthound – a Barsoi, and he (Gavan) takes some time too. I also love the movies and try to see the newest films.</span></p>
<pre class="Stil5"><span class="Schrift"><strong>Thanks very much for the interview Christoph.</strong></span></pre>
<p class="Stil5"><span class="Schrift">I have to thank you for that opportunity. I hope that there might be some readers interested now to take a look at the Jazz Pistols….</span></p>The post <a href="https://www.jazz-pistols.de/christoph-v-kaiser-southafrican-webmagazine-bassplayers-08-06">Christoph V. Kaiser: SouthAfrican Webmagazine Bassplayers 08/06</a> first appeared on <a href="https://www.jazz-pistols.de">Jazz Pistols</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Christoph V. Kaiser: Russian Webmagazine Bassbel 05/06</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jazz Pistols]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 May 2006 12:19:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Christoph Victor Kaiser – a bass master from Germany. When at you a huge collection of CD with the best bassists all over the world, apparently, that you already know all best bass players and heard. It is even more pleasant to open new names, in the world many remarkable musicians and groups. Christoph and [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Christoph Victor Kaiser – a bass master from Germany. When at you a huge collection of CD with the best bassists all over the world, apparently, that you already know all best bass players and heard. It is even more pleasant to open new names, in the world many remarkable musicians and groups.<br />
Christoph and his group Jazz Pistols have pleasantly surprised. Qualitative fusion, remarkable musicians (the guitarist and the drummer) and magnificent playing on bass. Christoph has kindly given our edition (BassBel) of interview.</p>
<pre>1 How it all was begun?</pre>
<p>I started on bass when I was about 17 years old. Before that I had classical training with the piano at the age of 5-10 and then I switched to violoncello from age 10-20. A schoolteacher asked me if I wouldn’t be interested to play bass in the Big Band &#8211; which was looking for a bass player at that time &#8211; and he thought that I could do it because I already played Cello.</p>
<pre>2 Why a bass?</pre>
<p>The bass was the instrument for me &#8211; it didn’t &#8220;clicked&#8221; for me with the piano &#8211; it was better with the cello &#8211; but playing bass was the thing I really enjoyed and where I really started practicing.</p>
<pre>3 Do You have a music education?</pre>
<p>As I mentioned earlier I had some classical training on piano and violoncello and I had some teachers in the beginning for the bass guitar. I worked a lot with recordings &#8211; tried to transcribe and playing back what I heard. I attended a one-year professional program at a music school for stuff like jazz harmony and other things. After that I got a scholarship from Berklee College of Music / Boston-USA which I attended for 1 year.</p>
<pre>4 Tell please about Jazz Pistols</pre>
<p>The Jazz Pistols is my main band. There is Stefan Ivan Schafer on guitar, Thomas Lui Ludwig on drums and me on bass and the interesting and challenging for me is to find ways of comping behind a soloist without loosing the chordstructure or &#8220;only&#8221; playing the bass. I started to incorporate tapping in my basstechnique which is now a kind of trademark of my playing. Not in a Billy Sheehan flashy &#8211; solowise form &#8211; it is more oriented to find another sound for the band, to help the tunes to grow after the theme of the guitar &#8211; that the chords don’t stop in the solo and that I still able to maintain a good groove.</p>
<pre>5 Your basses</pre>
<p>I play two Fodera Imperial VI-string basses &#8211; one fretted, the other fretless and I’m getting a Ritter Okon VI-string in summer 2006 which I‘m looking forward to. The fretted Fodera has a midi pickup and the Ritter will have a midi piezo system built in. I use midisounds together with a hold pedal while playing with the Jazz Pistols &#8211; so I’m able to hold some chords while playing a bassline underneath it till the next chord starts.</p>
<pre>6 Your amp equipment</pre>
<p>Right no I’m enjoy playing with a Focus amp from Acoustic Image &#8211; small and light, just 2,5 kg and with 800 watt enough power to drive my two incredibly light and warm sounding AccuGroove Tri112. I also like my Kern Preamp which is very bass heavy &#8211; tube sound as its best. In addition to my Kern Preamp I have a Camco Vortex 4 poweramp. I don’t use effects. I had a Walter Woods Ultra High Power for some time but that was stolen while trying to send it in to Walter for repair. Very sad &#8211; that was a great amp. It has the serial number 121204-2 if anybody know something about it please get in touch with me.</p>
<pre>7 Favorite strings</pre>
<p>My favorite strings are DR strings &#8211; for the fretted I use High Beams and for my frettless I use the new black beauties &#8211; black coated strings that sound great and look fantastic on the ebony fingerboard of my fretless.</p>
<pre>8 Your favorite bass players (who has affected You)?</pre>
<p>There are quite a few which I have to name &#8211; like the usual suspects Marcus Miller, Jaco Pastorius, Victor Wooten &#8211; I like very much Gary Willis, Anthony Jackson, John Patitucci, Steve Swallow and just about every bass player who has a unique voice.</p>
<pre>9 Who from young bass players is pleasant to You?</pre>
<p>It depends what are you meaning with young &#8211; I’m 34 years old &#8211; so when I’m looking for younger bass players that are already known I don’t know so many &#8211; maybe Felix Pastorius &#8211; the son from Jaco, Matthew Garrison is the same age like me and he is terrific.</p>
<pre>10 In Your opinion who is the best German bass players?</pre>
<p>I don’t think there is something like &#8220;the best&#8221; when it comes to music. There are some aspects that I wish like to see in a good musician like good time and an overall good feeling for the music &#8211; but I think it is not appropriate to say this bass player is the best. It also depends which musical style you are looking for. I like Kai Eckhard de Camargo very much &#8211; he played with John McLaughlin and many others and he lives now in the US. Stefan Rademacher is also a great player. There are a lot of great rock bass players around who are more supportive and don’t get that much attention like the known Frank Itt or Ken Taylor.</p>
<pre>11 How to become the successful musician?</pre>
<p>When I find out I let you know. I guess it has something to do with knowing people, practicing and knowing people&#8230; <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.1.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<pre>12 Whether You play in other groups, projects, except Jazz Pistols?</pre>
<p>I do have some other groups &#8211; I played a few years with the famous rock groups of Jule Neigel and Uwe Ochsenknecht. Beside the Jazz Pistols I have some other Jazz and Fusion groups that are very stimulating &#8211; you can check them out at http://www.jazz-pistols.de through my profile.</p>
<pre>13 How You record bass in the studio - a line, a microphone or 1 and 2?</pre>
<p>I record my bass only direct through my preamp &#8211; right now through my Kern IP-777. There is nothing for my taste that I can get pn addition to that from a miced signal. It is all there for me in my DI signal &#8211; much more precise. But that depends also from the musical style. Might be not the best for reggae music.</p>
<pre>14 Whether it is necessary to know the musical letter (reading of notes at sight)?</pre>
<p>It is always good to know as much about music as possible &#8211; including the art of how to write and read music. You never know when you might need it &#8211; but there are still a lot of good players who are known for non-reading.</p>
<pre>15 Your creative plans?</pre>
<p>We are working on our fourth CD with the Jazz Pistols and there is also a DVD coming out next months &#8211; from a live recording we did in 2005.</p>
<pre>16 Your wishes to young musicians</pre>
<p>Get to know the music business as early as possible. It is not enough to just play great &#8211; you have to work for your opportunities to play and the earlier you are starting with that the easier it will be. Otherwise just have fun &#8211; that is the most important thing that you are enjoying the music you are playing. Only then you can transport that feeling to the audience. Thanks for that interview and your interest in me and the Jazz Pistols.</p>
<pre>All the best for You Christoph and for Jazz Pistols</pre>
<p>first publications on<br />
http://www.bassbel.com</p>
<p>Valery Bashkov (All rights reserved) valbash@tut.by</p>The post <a href="https://www.jazz-pistols.de/christoph-v-kaiser-russian-webmagazine-bassbel-05-06">Christoph V. Kaiser: Russian Webmagazine Bassbel 05/06</a> first appeared on <a href="https://www.jazz-pistols.de">Jazz Pistols</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Christoph Victor Kaiser: Gitarre &#038; Bass 01/03</title>
		<link>https://www.jazz-pistols.de/christoph-victor-kaiser-gitarre-bass-01-03</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jazz Pistols]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jan 2003 05:48:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1. Uwe Ochsenknecht Wie sieht genau Dein/Eurer Job bei Uwe Ochsenknecht aus? CVK: Als Bassist ist es in jeder Band mein Job zusammen mit dem Drummer den bestmöglichen Groove zu produzieren und den Sound der Band zu unterstützen. Darüberhinaus versuche ich bestimmte Passagen durch Fills oder leichte Grooveänderungen abzusetzen um die Form des entsprechenden Songs [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>1. Uwe Ochsenknecht</p>
<p>Wie sieht genau Dein/Eurer Job bei Uwe Ochsenknecht aus?</p>
<p>CVK: Als Bassist ist es in jeder Band mein Job zusammen mit dem Drummer den bestmöglichen Groove zu produzieren und den Sound der Band zu unterstützen. Darüberhinaus versuche ich bestimmte Passagen durch Fills oder leichte Grooveänderungen abzusetzen um die Form des entsprechenden Songs möglichst klar und trotzdem abwechslungsreich rüberkommen zu lassen.</p>
<p>Gibt es Wechselwirkungen zwischen der Arbeit mit Ochsenknecht und den Jazz Pistols?</p>
<p>CVK: Durch den weitaus höheren Bekanntheitsgrad von Uwe können wir hoffen, das dadurch auch die Jazz Pistols an Bekanntheit gewinnen werden. Es ist sehr interessant mit den gleichen Musikern in stilistisch verschiedenen Bands zu spielen. Man ist intern sehr kritisch was jeden voranbringt. Kritik innerhalb einer Band ist immer eine heikle Sache. Musik ist etwas sehr persönliches und daher auch Kritik an der Art und Weise wie man etwas spielt, nicht immer einfach zu akzeptieren. Mittlerweile sind wir nach sieben Jahren Zusammenspiels in der Lage, uns wirklich alles an den Kopf zu werfen, ohne uns danach aufzulösen. Das ist eine wichtige Arbeitsgrundlage für eine Band die vorankommen möchte.</p>
<p>Wie sehen die Reaktionen anderer Musiker auf diesen „kommerziellen“ Job aus?</p>
<p>CVK: Wenn Du damit auf eventuelle Skepsis oder abwertende Bemerkungen unserer Kollegen abzielst muss ich Dich entäuschen. Ganz im Gegenteil – die meisten freuen sich für uns und die damit verbunden Möglichkeiten. Lui war ja auch schon vor den Jazz Pistols mit der Jule Neigel Band im Pop/Rock Bereich sehr bekannt. Natürlich ist der Druck und die Verantwortung für jeden Musiker bei einem Trio wie den Jazz Pistols ein anderer, aber die Kernaufgabe ist überall die selbe: Guter Groove, keine Fehler und Spaß fürs Publikum.</p>
<p>Die Musik der Jazz Pistols ist genau genommen dem Rock und Funk verwandter als dem Jazz. Die einzigen Elemente der Jazz Pistols die etwas mit Jazz zu tun haben, sind die Elemente der Improvisation und der etwas komplexere Umgang mit Harmonien und Rhythmik.</p>
<p>2. Das Business</p>
<p>Leben, arbeiten, überleben ˆ wie verdienen die Musiker der Jazz Pistols ihr Geld?</p>
<p>CVK: Live spielen ist ein wichtiger Bestandteil, sei es mit den Jazz Pistols, Uwe Ochsenknecht, der Jule Neigel Band oder anderen. Dazu kommen ein paar Einnahmen durch CD Verkäufe, GEMA kann man fast vergessen und dann noch Unterrichtstätigkeiten. Darüber hinaus arbeite ich auch bei uns im Studio und nehme auch andere Bands auf.</p>
<p>Hat Live-Musik für eine Band wir die JP noch einen Sinn, rechnet sich das?</p>
<p>CVK: Gerade die Live Gigs sind für die Jazz Pistols sehr wichtig, da es ansonsten kaum Möglichkeiten gibt, diese Musik unter die Leute zu bringen. Es gibt nur ein bescheidenes Airplay über die Radiosender. Durch unsere kompakte Bandgrösse passt unsere Produktion in einen VW-Bus und ist dadurch sehr kosteneffektiv. Außerdem ist es für uns immer wieder etwas ganz Besonderes, diese Musik einem begeisterten Publikum zu präsentieren. Beim Jazz auf den „rechnet-sich-das-Faktor“ zu achten, gewöhnt man sich schnell ab. Auf Einladung des Goethe Instituts sind wir im Oktober 2002 für drei Wochen mit den Jazz Pistols auf Tour durch Süd- und Ost-Afrika: Madagaskar, Simbabwe, Sambia, Süd Afrika, Kenia, Uganda, Namibia und Botswana stehen auf dem Plan. Im November 2002 sind wir darüber hinaus für kanpp zwei Wochen auf Tour in Jugoslawien und Mazedonien. Das werden sicherlich interessante Erfahrungen werden.</p>
<p>Die CD-Verkäufe der Jazz Pistols: Wie viele werden verkauft; wie sieht der Verkauf von CDs beim Gig aus; wie sehen die Tantiemen aus?</p>
<p>CVK: Wir liegen bei jeder unser bisherigen drei CDs „3 on the Floor“(1997), „3 on the Moon“(1999) und „Special Treatment“(2001) bei ca. 2000-3000 verkauften CDs. Da ist noch ein<span class="Apple-converted-space">  </span>weiter Weg zum Jazzaward, den es ja in Deutschland „schon“ bei 10.000 verkauften CDs gibt. Der Schnitt bei einer Jazzband liegt bei ca. 500 CDs – dafür liegen wir ganz gut.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>3. 3 Alben</p>
<p>Wie lief die Produktion von ,Special Treatment‚ ab?</p>
<p>CVK: Seit zwei, drei Jahren sind wir in der glücklichen Situation unser eigenes Studio zu haben. Ausgerüstet mit einem digitalen Mischpult von Roland, dem VM-7200, und einem Apple Macintosh G4 Rechner mit Nuendo von Steinberg als Kern unseres Aufnahmeprozesses sind wir nun im Stande, eine komplette CD Produktion selbst zu bestreiten. Da sich keine anderen Freiwilligen fanden, habe ich den technischen Aspekt übernommen. Wir haben unser Studio so eingerichtet, dass wir unsere Stücke live einspielen können ohne Übersprechungen von anderen Instrumenten auf die Overheads des Schlagzeugs zu bekommen. Die abgenommene Gitarrenbox ist in einem kleinen Nebenraum und der Bass wird direkt über den Line-Out von meinem Demeter Preamp abgenommen. Durch das eigene Studio hat man eine wichtige Komponente dazugewonnen, die man bei einem angemieteten Studio aufgrund finanzieller Beschränkungen nicht hat: Zeit! In unserem Falle war es nicht nötig die Produktion innerhalb weniger Tage durchzuziehen, sondern wir konnten uns auf ein paar Stücke konzentrieren, diese aufnehmen um danach den Kopf frei für die nächsten Titel zu haben. Generell haben wir die Stücke live eingespielt, es wurden keine Teile geschnitten oder zusätzliche Instrumentenspuren aufgenommen. Allein die schon vorher live eingespielten Spuren wurden manchmal verbessert oder Soli neu eingespielt. Auch die bei manchen Titeln zu hörenden Sythezisersounds wurden live über einen Midipickup am Bass aufgenommen.</p>
<p>Wie wird die Produktion einer CD finanziert?</p>
<p>CVK: Im Jazzbereich sind aufgrund der zu erwartenden geringeren Verkaufszahlen der CDs im Vergleich zu Britney Spears und Co. keine großen Budgets oder Vorschüsse üblich. Nicht zuletzt aus diesem Grund haben wir uns für den Weg eines eigenen Studios entschieden. Eine größere Investition, die sich aber bei einer konstanten Bandarbeit, wie wir sie vorhaben, rechnen wird.</p>
<p>Wie macht die Band Promotion für ihr Produkt? Und was hat in dieser Hinsicht das Label bewirkt?</p>
<p>CVK: Promotion für ein Jazzprodukt zu machen ist aufgrund der schon zuvor erwähnten anderen finanziellen Voraussetzungen auch anders geartet, als bei den bekannten MTV oder Viva Stars. Ein Video ist nicht zu finanzieren da es kaum gesendet würde, die zusätzlichen Promotionschübe durch Singleauskopplungen fallen weg und kostenintensive Werbeaktionen gleich welcher Art kommen nicht in Frage. Wie die meisten schon mitbekommen haben, wird es immer schwerer sich bei dem ständig wachsenden Angebot an Künstlern und den ständig sinkenden Verkaufszahlen von CDs auf dem Markt zu positionieren. Für eine Band wie den Jazz Pistols liegt die einzige Promotionchance darin, durch konstant gute CDs auf sich aufmerksam zu machen. Möglichst viele Liveauftritte und einen Internetauftritt als Anlaufadresse für Informationen sind weitere wichtige Punkte. Wir versuchen das Angebot auf unserer Webpage<span class="Apple-converted-space">  </span>HYPERLINK &#8220;http://www.jazz-pistols.de&#8221; http://www.jazz-pistols.de stetig zu verbessern und attraktiv für die Besucher zu gestalten. Das Label bzw. der Vertrieb tritt eigentlich nur noch in den Wochen und Monaten um einer CD-Veröffentlichung in Erscheinung, wenn es darum geht die CD in die Läden zu bekommen und<span class="Apple-converted-space">  </span>den Vertrieb zu organisieren. In der Zeit danach ist die Band mehr oder weniger wieder auf sich gestellt und versucht die Verkäufe durch eigene Initiativen und Liveauftritte zu unterstützen.</p>
<p>Was hat sich musikalisch/stilistisch bei den JPs verändert?</p>
<p>CVK: Der Sound der Jazz Pistols ist geprägt durch das offene und doch kompakte Klangbild. Durch unterschiedliche Spieltechniken sind wir in der Lage, aus dem guten, alten Gitarrentrio mehr rauszuholen als es manche für möglich halten. Dabei ist uns die Musik immer wichtiger als das bloße Vorführen von Spieltechniken oder ungeraden Takten die auch einen wichtigen Aspekt in unserer Musik darstellen. In einem Trio ist das vorankommen und verändern des Stils der Band gleichbedeutend mit der musikalischen Entwicklung der Bandmitglieder. Wir versuchen, jeder für sich, nicht in alten Pfaden zu gehen, sondern ständig neue Möglichkeiten des musikalischen Ausdrucks zu suchen.</p>
<p>4. Fragen an Christoph Kaiser</p>
<p>Welche Musik hörst Du?</p>
<p>CVK: Ich habe CDs von Miles Davis, John Scofield, Janet Jackson, David Lee Roth, Frank Sinatra, Robbie Williams u.a. Für mich ist es als Profimusiker wichtig, nicht nur in einer Stilistik spielen zu können, sondern einen möglichst breiten Background zu haben um auch diese verschiedenen Einflüsse im eigen Spiel hörbar machen zu lassen. Letztendlich ist es das, was Musik gleich welchen Stils weiterbringt: Die Kombination mit Stilmitteln aus anderen Musiksparten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Welche Instrumente spielst Du (Bässe/Amps/Sonstiges)? Gibt es Unterschiede zur Ochsenknecht-Band?</p>
<p>CVK: Meine beiden Bässe sind Fodera Imperial 6-strings, der eine fretted, der andere frettless. Als Preamp spiele ich einen Demeter VTBP-201 mit einem Röhrencompressor von Demeter über eine QSC PLX-3002 Endstufe und zwei JM-Audio 848 Boxen mit jeweils 4&#215;8“ Lautsprechern. Meine neueste Entdeckung ist der V-Bass von Roland, mit dem ich vor allem bei Ochsenknecht einige Synthbässe realisieren kann. Bei den Jazz Pistols benutze ich darüber hinaus auch noch einen Yamaha G-50 Midikonverter und einen Kurzweil K2500R für die angetriggerten Sounds. Bei den Pistols spiele ich seit einiger Zeit nicht mehr über meine eigentliche Bassanlage mit Boxen sondern gehe direkt aus meinem Preamp in unser digitales Mischpult und von da in unsere JM-Audio-PA. Wir verwenden In-Ear-Monitoring und jeder hat seinen eigenen Stereomix mit allen Sounds. Gerade für die Reproduktion der Sythiesounds und der akustischen Gitarre in manchen Stücken sicher die beste Variante.</p>
<p>Gibt es in Deinem Bass-Spiel besondere Eigenheiten?</p>
<p>CVK: Abgesehen von der ungewöhnlich hohen Anzahl an falschen Tönen&#8230; nein, ich denke mein Einsatz der Tapping-Technik bei den Jazz Pistols ist sicherlich für den Bandsound sehr speziell, da ich sie aber bei anderen Bands wie Ochsenknecht nicht einsetze würde ich sie nicht unbedingt als Kern ansehen. Generell versuche ich weniger auf einen speziellen Sound hinzuarbeiten, als mir vielmehr die Offenheit und den Variantenreichtum verschiedener Stile nutzbar zu machen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>5. Fragen an Ivan Schäfer</p>
<p>Welche Musik hörst Du?</p>
<p>Welche Instrumente spielst Du (Gitarren/Amps/Sonstiges)? Gibt es</p>
<p>Unterschiede zur Ochsenknecht-Band?</p>
<p>Gibt es in Deinem Gitarren-Spiel besondere Eigenheiten?</p>
<p>6.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wo kommen die Jazz Pistols eigentlich genau her?</p>
<p>CVK: Die Jazz Pistols kommen aus Heppenheim a.d. Bergstrasse und Mannheim. Also eine Südhessische/Nordbadische Mischung.</p>
<p>Spielt Lui immer noch mit Jule Neigel?</p>
<p>CVK: Als Gründungsmitglied der Jule Neigel Band schon von Beginn an mit dabei spielt Lui auch heute noch mit Jule und Kollegen.</p>
<p>Wie alt seid ihr?</p>
<p>CVK: Mit knapp 31 Jahren als jüngster im Bunde trifft mich diese doch sehr indiskrete Frage nicht so sehr wie meine beiden dem Rentenalter doch näher stehenden Gefährten und Mitspieler Ivan (36) und Lui (39).</p>The post <a href="https://www.jazz-pistols.de/christoph-victor-kaiser-gitarre-bass-01-03">Christoph Victor Kaiser: Gitarre & Bass 01/03</a> first appeared on <a href="https://www.jazz-pistols.de">Jazz Pistols</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Christoph V. Kaiser: Bass Professor 04/2002</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jazz Pistols]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2002 08:08:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Christoph Victor Kaiser (Jazz Pistols) Seit ein paar Jahren strahlt ein neuer Stern am Internationalen, speziell aber am deutschen Fusionhimmel. Die Jazz Pistols verbinden auf ihren drei bisherigen Alben bekannte Titel aus dem Genre wie Birdland oder Spain mit Eigenkompositionen, die von verschiedensten Stilistiken oder Künstlern inspiriert sind. Christoph Victor Kaiser liefert dazu das bassige [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="Schrift"><span class="Schrift-bold"><strong><span class="Schrift-bold-gross">Christoph Victor Kaiser (Jazz Pistols)</span></strong><br />
</span></span></p>
<p><span class="Schrift-bold"><span class="Schrift">Seit ein paar Jahren strahlt ein neuer Stern am Internationalen, speziell aber am deutschen Fusionhimmel. Die Jazz Pistols verbinden auf ihren drei bisherigen Alben bekannte Titel aus dem Genre wie Birdland oder Spain mit Eigenkompositionen, die von verschiedensten Stilistiken oder Künstlern inspiriert sind. Christoph Victor Kaiser liefert dazu das bassige Fundament, aber auch Akkorde und Melodien und das alles natürlich unheimlich groovy. Ove Bosch traf den überzeugten Fodera-Spieler im Studio des Trios im schönen Odenwald.<br />
</span></span></p>
<p><strong><span class="Schrift-bold"><span class="Schrift">BP: Guten Tag, der Herr! Lass uns kurz die obligatorischen Geschichten abfrühstücken. Schildere mir doch bitte deinen musikalischen Werdegang.</span></span></strong></p>
<p><span class="Schrift">CVK:»Ich bin Jahrgang 1971 und habe mit sechs Jahren angefangen Klavier zu spielen. Mit elf habe ich dann gewechselt zum Violoncello. Das habe ich über zehn Jahre gespielt in diversen Orchestern. Meine Ausbildung war also ziemlich klassisch. Zum Bass bin ich mit sechzehn am Gymnasium gekommen, als mich mein Musiklehrer ansprach. der einen Bassisten für die Bigband suchte. Er meinte, das würde sicher gut passen, da ich ja schon Cello spielte und beide Instrumente vier Saiten hätten. Das die Stimmung unterschiedlich ist, hat er mir natürlich nicht verraten. Es ging dann eigentlich alles recht zügig. Da meine linke Hand ja schon gut trainiert war, konnte ich mich auf die rechte konzentrieren. Notenlesen konnte ich auch schon. Ich habe mir über jede Note den Bund geschireben, an dem ich herunterdrücken musste. Über die Position der Note konnte ich dann erahnen auf welcher Saite der Ton lag. Anhand dieses Nummernsystems habe ich dann den Bass relativ schnell erkundet. Nach einem Jahr kam ich bereits in eine Band, die anspruchsvollen Jazzfusion spielte. Die Musiker waren alle Kumpels von mir, aber an ihren Instrumenten wesentlich besser. Das war dann ein guter Ansporn, man kann es sich ja eigentlich nur wünschen, mit Musikern zu spielen, die besser sind als man selber&#8230;«</span></p>
<p><strong><span class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BP: Wie bist du denn dann zu deinem Stipendium in Berklee gekommen?</span></span></strong></p>
<p><span class="Schrift">CVK: »Berklee war natürlich schon immer mein Traum. Es wird wohl vielen deutschen Musikern so gehen, dass sie gerne mal nach Amerika rüberschnuppern würden. Das war lange Zeit unerreichbar, vor allem aus finanziellen Gründen, obwohl die Schule damals im Gegensatz zu heute sogar noch einigermaßen erschwinglich war. Es gibt da zwei Möglichkeiten an ein Stipendium zu kommen. Einmal machen die immer ihre Worldtours, d.h. sie gehen in eine bestimmte Stadt an eine Musikschule, lassen sich von interessierten Schülern was vorspielen und wenn da etwas Außergewöhnliches dabei ist, wird der oder diejenige halt engagiert. Die ander Möglichkeit, und so habe ich es auch gemacht, ist, eine Kssette hinzuschicken. Da müssen dann Sachen mit der Band drauf sein, Coverversionen und Etüden. Ich habe dann eine Cellosuite von Bach draufgeknallt, da ich die ja vom Cello eh schon konnte und auch auf dem Bass schon probiert hate. Das habe ich eigentlich nur gemacht, um mein Gewissen zu beruhigen und sagen zu können, ich hätte es versucht. Ich habe da dann auch nicht weiter drüber nachgedacht. Eineinhalb Jahre später kam dann tatsächlich ein Brief mit der Zusage. Mir wurde ein Teilstipendium angeboten, d.h. es wurde mir ein großer Teil der Studiengebühren erlassen.<br />
Ich war dann aber nur für zwei Semester drüben, da mir damals schon die Jazz Pistols viel zu wichtig waren, als dass ich hätte drei bis vier Jahre in Amerika bleiben können. Die Band gab es zu der Zeit ja schon, wir hatten auch schon unsere erste CD produziert.«</span></p>
<p><strong><span class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BP: Lass uns über deine sehr bemerkenswerte Tappingtechnik sprechen. War dir deine Klavierausbildung im Bezug auf Harmonien und auch Unabhängigkeit der Hände hilfreich?</span></span></strong></p>
<p><span class="Schrift">CVK: »Ich muss gestehen, dass das Klavier nicht meine große Liebe war. Außerdem lag es schon zu lange zurück. Victor Wooten war es eigentlich, der mich darauf gebracht hat, allerdings zu einer Zeit, als ihn hier in Deutschland noch kaum einer kannte. Ich habe dann mit Ivan (Gitarrist der Jazz Pistols) angefangen, einige Bela Fleck-Stücke im Duo zu spielen, und es hat mir sehr gut gefallen, dass ich auf dem Bass ein bisschen mehr machen konnte als nur Grundtöne zu verschieben. Als es dann darum ging, Songs für unsere erste CD zu schreiben, habe ich versucht, das mit einzubringen. Dabei bin ich aber nie besonders harmonisch vorgegangen. Ich habe mir nicht überlegt, dass ich jetzt die Terz, die Sexte und die None brauche, sonder bin eher soundmäßig vorgegangen.<br />
Es hat mich auch nie gereizt, im Stile von Billy Sheehan die Tappingtechnik gitarristisch zu nutzen, also für solistische Zwecke, um besonders schnell zu sein. Viel her reizt mich die Möglichkeit; noch hinter der Gitarre eine Harmonie aufzubauen. Dazu bietet sich dann natürlich insbesondere der Sechssaiter an.<br />
Generell darf man so etwas nur im passendend Rahmen machen. Im Trio bei den Jazz Pistols ist es klasse. Sobald ein Keyboard dabei ist, würde von mir die Daseinsberechtigung dieser Spieltechnik doch stark angezweifelt werden. Dann sollte man sich eher auf den Bass konzentrieren und den Groove schieben.«</span></p>
<p><strong><span class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BP: Das machst du doch nebenher auch noch ganz vernünftig&#8230;</span></span></strong></p>
<p><span class="Schrift">CVK: »Ja, das funktioniert inzwischen ganz gut. Daran hat aber auch wieder die Tappingtechnik erheblichen Anteil. Wenn man, wie ich, in einem Powertrio spielt und nicht tappt, würde man wahrscheinlich wesentlich mehr Töne hineinpacken, um den Platz aufzufüllen, den diese Besetzung nun mal eben gibt. Durch das Tappen hat sich bei mir diese Problematik nie ergeben. Ich spiele eher ruhigere Basslinien, die trotzdem ganz ordentlich grooven unddas gibt dann mir den Akkorden eine schöne Einheit.«</span></p>
<p><strong><span class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BP: Du bist ja Fodera-Endorser. Wie kam der Kontakt zustande?</span></span></strong></p>
<p><span class="Schrift">CVK: »Das ging über den Chef von DR Strings, die ich ebenfalls endorse. Wir trafen uns vor Jahren auf der Messe in Frankfurt und es entwickelte sich eine Beziehung. Er war sehr interessiert daran, was in Deutschland musikalisch so abgeht und ich habe die Möglichkeit, diese Spitzensaiten ziemlich günstig zu beziehen. Er hat dann irgendwann bei Vinnie Fodera angerufen und gesagt, dass es da einen Deutschen gibt, der sich für seine Bässe interessiert. Ich habe direkt Kontakt aufgenommen, eine CD hingeschickte und so ging das.«</span></p>
<p><strong><span class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BP: Der Fodera-Test in unserer letzten Ausgabe hat zu einer heftigen Diskussion über Sinn und Unsinn derart teurer amerikanischer Instrumente geführt, wo doch in deutschen Landen die Bassbauerzunft so stark und gut vertreten ist. Wozu brauchst du einen Fodera?</span></span></strong></p>
<p><span class="Schrift">CVK: »Man bekommt, je länger man ein Instrument spielt, eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie man klingen möchte. Ich will einen edelen Sound mit Tranzparenz und Klarheit. Das gibt mir ein Fodera. Das würde mir eventuell auch ein deutscher Bass geben, aber um das beurteilen zu können, habe ich noch zu wenige gespielt. Ich möchte auch nicht die deutschen Bassbauer abwerten. Fodera hat jahrelang mit diversen Leuten seine Bässe weiterentwickelt, die mir als Musiker viel bedeuten und deren Sound meinem Ideal recht nahe kommt, z.B. Victor Wooten oder auch Anthony Jackson. Außerdem habe ich meine beiden Foderas zu einem außergewöhnlich günstigen Kurs bekommen, das hätte ich auch für einen Bass aus deutschen Lande bezahlt. Weißt du, für mich ist ein Bass ein Arbeitsgerät, denn ich bin Musiker. Er muss zuverlässig sein und gut klingen. Ich habe auch nur die zwei Foderas. Einen Imperial Sixstring bundiert und einen als Fretless. Ich sammele keine Instrumente, wie das viele andere machen. Wenn man die Preise von E-Bässen mit denen klassischer Instrumente vergleicht, kann man sich eigentlich nur glücklich schätzen. Was bei uns E-Bassisten das Höchste der Gefühle ist, da liegen im Klassikbereich noch die Schülerinstrumente.«</span></p>
<p><strong><span class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BP: Erzähl´mir noch ein bisschen was über deine Arbeit mit den Jazz Pistols. Du setzt ja live keine Bassanlage ein. Was habt ihr für ein Soundkonzept?</span></span></strong></p>
<p><span class="Schrift">CVK: »Ja, das stimmt, ich spiele live mit den Pistols seit einiger Zeit ohne Bassanlage. Ich benutze einen Preamp und einen Kompressor von Demeter und gehe dann direkt in unser Roland-Digitalpult. Da ich auch öfters mal per Midi-Pickup synthetische Sounds abrufe und die auch adöquat wiedergegeben werden müssen, war diese Lösung naheliegend. Wir benutzen In-Ear-Monitoring. Das ist ein sehr akkurates System; da hört man jede Kleinigkeit, die sonst vielleicht untergegangen wäre. Mit dem Mischpult können wir immer alle Einstellungen abspeichern und jeder hat seinen eigenen Stereomix. Wir können also auf jeder Bühne, egal wie groß der Laden oder das Festival ist, den gleichen Sound an den Mischer geben. Im Normalfall mischen wir selber, so hast du die bestmögliche Kontrolle über das, was über unsere JM-Audio PA beim Zuhörer ankommt. Bei Gigs mit Uwe Ochsenknecht, den wir als Backingband häufig begleiten, setze ich allerdings mit zwei 4&#215;8&#8243; JM-Audio Bassboxen und einer QSC-Endstufe meine richtige Bassanlage ein, weil daa die Bühnen doch sehr groß sind und kein In-Ear-Monitoring verwendet wird.«</span></p>
<p><strong><span class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BP: Ihr spielt im Herbst zwei Tourneen für das Goethe-Institut. Wohin geht die Reise und wie kam´s?</span></span></strong></p>
<p><span class="Schrift">CVK: »Da haben sich in der Tat zwei sehr schöne Sachen ergeben. Im Oktober gehen wir für drei Wochen nach Süd- und Ost-Afrika. Madagaskar, Zimbabwe, Sambia, Südafrika, Kenia, Uganda, Namibia und Botswana stehen auf dem Plan. Im November geht es dann auf den Balkan nach Mazedonien, Jugoslawien und Kroatien für eine zehntägige Tour. Das ist wirklich eine besondere Gelegenheit. Solche großen Tourneen werden vergeben und organisiert von der Zentrale des Goethe-Instituts in München. Es wird alles vom Institut organisiert, wir müssen lediglich unsere Visa an den Start bringen und uns impfen lassen.<br />
Das passiert alles auch in einer wichtigen Phase für die Band, da sich das Team sehr gut entwickelt hat. Jetzt kommt nach und nach die Anerkennung des Publikums und das ist wirklich ein gewaltiger Ansporn, so weiter zu machen. Die Jazz Pistols sind eine Band, die längerfristig ausgelegt ist, wir wollen regelmässig CDs aufnehmen, viele Gigs spielen und einfach unsere Musik machen.«<br />
</span></p>
<p><strong><span class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BP: Auch wenn die Anerkennung duch das Publikum größer wird und die Verkaufszahlen sich sehen lassen können &#8211; reich wird man doch von Fusionmusik sicher nicht. Von was lebst du als Musiker?</span></span></strong></p>
<p><span class="Schrift">CVK: »Zunächst einmal habe ich mir einen recht bescheidenen Lebensstil angeeignet. Ich rauche zum Beispiel nicht, was ja schon einiges Geld spart &#8211; das geht dann allerdings woanders wieder drauf. Ich gebe ein bisschen Unterricht und leite eine Bigband an einem Gymnasium. Neben den Gigs mit den Jazz Pistols wären da noch einige Auftritte mit Uwe Ochsenknecht und ab und zu auch Aushilfen bei Jule Neigel, wenn Frank Itt mal nicht kann. Oft spiele ich auch andere Jazzgigs oder auch Aushilfen für andere Bands. Ich versuche stilistisch offen zu bleiben. Ich komme also über die Runden.«</span></p>
<p><strong><span class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BP: Danke für das informative Gespräch und alles Gute für dich und die Jazz Pistols!</span></span></strong></p>
<p><span class="Schrift">CVK: »Ich danke dir! Bis dann.«<br />
</span></p>
<p><span class="Schrift">Text:<br />
Ove Bosch &#8211; Bass Professor</span></p>
<p>&nbsp;</p>The post <a href="https://www.jazz-pistols.de/bass-professor-04-2002-christoph-v-kaiser">Christoph V. Kaiser: Bass Professor 04/2002</a> first appeared on <a href="https://www.jazz-pistols.de">Jazz Pistols</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Thomas Lui Ludwig: Der Jazz Pistolero Drums&#038;Percussion 06/02</title>
		<link>https://www.jazz-pistols.de/thomas-lui-ludwig-der-jazz-pistolero-drumspercussion-06-02</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jazz Pistols]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Jun 2002 11:08:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Jazz Pistolero Mit »Special Treatment« haben die Jazz Pistols und somit ihr Drummer Thomas »Lui« Ludwig mittlerweile das dritte Album vorgelegt. Und einmal mehr konnten sie Publikum und Fachpresse mit ihren Eigenkompositionen im High Energy Fusion-Jazzbereich begeistern. Neu war zudem diesmal die Art und Weise der Produktion, die unter eigener Regie im eigenen Studio [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Jazz Pistolero</p>
<p>Mit »Special Treatment« haben die Jazz Pistols und somit ihr Drummer Thomas »Lui« Ludwig<br />
mittlerweile das dritte Album vorgelegt. Und einmal mehr konnten sie Publikum und Fachpresse mit ihren Eigenkompositionen im High Energy Fusion-Jazzbereich begeistern. Neu war zudem diesmal die Art und Weise der Produktion, die unter eigener Regie im eigenen Studio absolviert wurde, und bei der es den Dreien gelungen ist, die Spielfreude eines Live-Konzertes auch im Studio einzufangen und auf CD zu bannen.<br />
mehr &#8230;Thomas »Lui« Ludwig</p>
<p>Der Jazz Pistolero</p>
<pre>Wie kam es dazu, dass ihr im eigenen Studio produziert habt?</pre>
<p>»Dazu muss man sagen, dass dieses sogenannte eigene Studio ja im Prinzip nichts anderes ist als unser Proberaum, in dem wir schon einige Jahre zugange sind. Den haben wir in den letzten Monaten akustisch so aufbereitet, dass er unseren Bedürfnissen entsprach und den Sound brachte, der uns vorschwebte. Wir benutzen hier digitales Equipment und einen Apple Computer, um die von uns gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Bevor wir jedoch die CD eingespielt haben, baten wir noch Markus Born ins Studio, einen bekannten Tonmeister, der zusammen mit unserem Bassisten Christoph V. Kaiser weitere Verbesserungen vorgenommen und uns mit einigen Plug-Ins für unseren Apple ausgeholfen hat. Im Zeitalter der digitalen Technik kommt man heute mit diesen Gerätschaften aus und benötigt nicht mehr riesige Racks, um ein tolles Ergebnis zu bekommen. Die Aufnahmen selbst haben wir ganz ohne Tontechniker absolviert, wobei Christoph die Arbeit am Pult und am Apple erledigte. Da wir keinen Zeitdruck beim Arbeiten hatten, konnten wir alles in Ruhe angehen. Es gab am Ende aber noch Probleme mit der Raumakustik, eine stehende Welle in einem bestimmten Frequenzbereich, der Ton Fis im Bassbereich störte. Dafür hat Christoph dann sogenannte Bassfallen aus Beton gebaut, die wir im Raum verteilt haben und die dieses Problem erledigten. Dafür wurden Bücher gewälzt und Experimente veranstaltet, die ein für uns überwältigendes Ergebnis hatten. Wir haben ja schließlich auch nur einen Raum, in dem Regie und Aufnahmen vonstatten gehen. Damit kommen wir jetzt wirklich toll zurecht und brauchen somit unser Budget nicht mehr in großen Studios zu verbraten, wo es im Endeffekt auch nicht besser klingt.«</p>
<pre>Habt ihr dann einzeln eure Takes eingespielt, oder alle zusammen je eine Nummer nach der anderen mit späteren Overdubs für bestimmte Parts?</pre>
<p>»Wir haben alle zusammen die Takes eingespielt und danach noch etwas ausgebessert, wenn es notwendig war. Im Prinzip also wie bei den bisherigen Produktionen auch. Dazu haben wir jedoch den Gitarrenamp in einen Raum außerhalb verfrachtet, wo er abgemikt wurde, ohne dass es irgendwelche Einstreuungen gab &#8211; und wir haben alle drei mit Big Phones sowie der In Ear Station von Hearsafe im Studio gesessen. Ich habe noch diesen Bass Shaker unter meinem Hocker, was mir bei den Aufnahmen ein imaginäres Live-Feeling gibt und die Aufnahmen recht locker werden ließ, auch ohne Publikum. Natürlich sind das jetzt nicht alles First Takes, aber es gab ja auch keine direkte Verbindung zwischen einer roten Lampe und einem Budget, was wie durch eine Sanduhr verrinnt und was dich schon mal angespannt macht. Was heute nicht gelingt, wird eben morgen eingespielt, und man hat ja alle Zeit der Welt, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen.«</p>
<pre>Dein Drumsound bei dieser Produktion ist wirklich überzeugend und erinnert ein wenig an alte Cobham-Produktionen, klingt sehr offen, ohne Gates und Effekte. Wie erreicht man so etwas in diesem eigentlich recht kleinen Raum?</pre>
<p>»Wir haben diese Ambience (=Raumklang) künstlich geschaffen, durch die Anordnung der Overhead Mikrofone, die auch einen minimalen Effektanteil erhielten, jedoch keinerlei Hall, den ich persönlich in der künstlichen Form auch nicht mag. Das Set ist natürlich erstmal gut gestimmt, wobei ich darauf achte, bei den vielen Toms große Intervalle zu haben, um Indifferenzen im Klang zu vermeiden. Daher ist der Aufbau der vorderen vier Toms auch umgekehrt mit 8&amp;Mac253;, 10&amp;Mac253;, 12&amp;Mac253; und 13&amp;Mac253; von rechts nach links, um nicht mit den drei Standtoms in 14&amp;Mac253;, 16&amp;Mac253; und 18&amp;Mac253; in Konflikt zu geraten. Das 13&amp;Mac253; und 14&amp;Mac253; Tom sind daher weit auseinander. Dann benutze ich dünne Diplomat- Resonanzfelle, Ambassador-Schlagfelle auf den vorderen vier Toms und Emperor-Schlagfelle auf den Standtoms. Alles klare Felle im Übrigen. Durch die offene Stimmung erzeugen die Toms untereinander bestimmte Schwingungen &#8211; und das in Kombination mit den Mikrofonen ergibt diesen doch recht Ambience-mäßigen Drumsound à la Cobham, einem meiner großen Vorbilder. Die Toms wurden einzeln abgenommen, und als Overheads haben wir vier CAD Mikros in Niere-Einstellung benutzt. Zwei davon sind unmittelbar über dem Set platziert, zwei weitere in ungefähr sechsfacher Entfernung mit leichtem Delay, um eben jene besagte Ambience zu erreichen.«</p>
<pre>Das klingt alles nach einer recht langen Testphase vor den eigentlichen Aufnahmen?</pre>
<p>»Die hatten wir in der Tat, wobei man sagen muss, dass wir bis auf die Bass-drum ohne Equalizing gearbeitet haben und lediglich durch eine veränderte Mikrofonplatzierung die Ergebnisse verbessern konnten. Bei der Bassdrum hatten wir das Problem mit einem zu starken Bassanteil, der jedoch nicht vom Instrument herrührte, sondern &#8211; wie wir herausfanden &#8211; vom Raum. Des weiteren kommt hinzu, dass ich mein Set im Studio immer auf einer dicken Holzplatte aufbaue und nicht auf einem Teppich. Der Teppich filtert bestimmte Frequenzen im Klang heraus, die du dann am Pult wieder hinzugeben musst. Buddy Rich hat übrigens diese Methode schon sehr früh praktiziert &#8211; und das war für mich immer ein Muss, sollten wir je ein eigenes Studio haben. Bei einigen Fremdproduktionen, die wir mittlerweile auch hier schon abgehalten haben, waren die anderen Drummer immer von diesem Klang begeistert, der etwas heller, knackiger und ein wenig mehr »hölzern« ist. Die Holzplatte ist somit ein wichtiger Bestandteil des gesamten Drumsounds auf dieser Produktion.«</p>
<pre>Wie schätzt du denn euren Stellenwert auf dem Musikmarkt ein? Ihr seid ja schließlich eines der wenigen professionellen Jazz-Fusion-Trios in unseren Landen, die überhaupt so aktiv sind, Platten produzieren und Gigs spielen.</pre>
<p>»Ich denke, wir stehen mit unserem Stil ganz gut da, wobei die Rock-Einflüsse nach und nach immer größer werden. Wir sind unangepasst, benutzen viele ungerade Takte, die mir sicherlich liegen, und beschäftigen uns gerade mit drum&#8217;n&#8217;bass und Jungle Music, die wir aber gerne in Odd Times umsetzen möchten. Dabei sollte das natürlich immer noch real klingen und nicht aufgesetzt wirken. Was jedoch nicht bedeutet, dass ich jetzt am Wochenende in die Disco gehe, mir zehn Wodka Red Bull gebe, um mich dann von drum&#8217;n&#8217;bass inspirieren zu lassen, die ein DJ zum Besten gibt. Damit habe ich so meine Probleme, denn DJ&#8217;s sind für mich keine Musiker, sondern Vermittler künstlicher Produkte. Aber wir versuchen uns eben weiterzuentwickeln und sind stolz auf all die guten Kritiken, die uns das dritte Album eingebracht hat. Dabei ist diese CD noch nicht mal komprimiert, und klingt dennoch sehr homogen und voller Energie. Bei der zweiten CD war das nämlich nicht der Fall, die wurde leider zu Tode gemastert und gefällt mir heute gar nicht mehr. Aber das passiert halt, wenn man immer nur mit großen Namen arbeiten muss, seitens der Plattenfirma.«</p>
<pre>Wie geht es denn bei euch jetzt weiter in naher Zukunft?</pre>
<p>»Als Jazz Pistols spielen wir natürlich so viel wie möglich, was eben das Booking so hergibt und wie es in unsere Terminpläne passt. Und dann gehen wir zusammen mit einigen anderen Musikern noch als Band zum Beispiel mit Uwe Ochsenknecht auf Tour, wo ich den »musikalischen Karl-Heinz«, eben den MD gebe. Mit Ochsenknecht werden wir im Sommer touren, Festivals spielen usw. und eben sein neues Album promoten, das von Michael Kersting produziert wurde und bei dem die Drums programmiert sind, wie vieles andere auch. Das müssen wir jetzt »live« umsetzen, da mir auf der Platte etwas die Eier fehlen und die Butter ganz einsam in der Pfanne schmort. Da Uwe das auch klar war, hat er mich gebeten, die Band zusammenzustellen, die möglichst nicht aus ganz Deutschland zusammengeholt werden sollte. Das gab es bereits auf der letzten Ochsenknecht- Tour, und da wurde dann im Landhaus von Willi Bogner geprobt, wobei das Handy-Wirrwarr größer war als die Zeit im Proberaum. Der Simon Nichols spielt hier noch Keyboards, der ja auch noch bei Jule Neigel dabei ist, ferner einige Bläser und Chorsängerinnen. Es ist eine neunköpfige Truppe aus der Mannheimer Gegend, die Uwe dieses Mal hinter sich hat, und das dürfte schon ganz gut losgehen.<br />
Mit den Pistols spielen wir zudem eine Woche in Belgrad in einem Jazz Club, ohne Begleitschutz, hoffe ich, und zudem mache ich ja wieder etwas mit der Jule Neigel, wo wir vor kurzem eine Unplugged Tour bestritten haben.«</p>
<pre>Wie kam es denn dazu, da Jule doch schon einige Zeit nichts mehr von sich hören gelassen hat?</pre>
<p>»Stimmt, die letzten beide Jahre war da musikalisch eigentlich nichts mehr passiert &#8211; und dann rief Jule aus dem Blauen heraus an und erzählte mir von dieser Tournee, die sie plante. Wir haben dafür auch einen Tag geprobt und sind dann auf eine lange Deutschlandtournee gegangen. Neun Tage durch ausverkaufte Clubs, in denen wir die Leute begeistern konnten. Es hat tierischen Spaß gemacht, und es gibt auch ein paar tolle Aufnahmen, wobei ich nicht weiß, was damit jetzt passiert und ob überhaupt etwas mit dieser Band in Planung ist.«</p>
<pre>Warum bist du überhaupt damals ausgestiegen bei Jule Neigel, in einer Phase, in der die Band ja eigentlich noch gut lief?</pre>
<p>»Ich wollte einfach mal etwas anderes machen und nicht mehr rund um die Uhr für Jule auf »Stand By« sein. Hinzu kam die Tatsache, dass es mir finanziell nicht reichte, um über die Runden zu kommen, und so bin ich im April `92 aus der Gbr ausgestiegen und habe wieder angefangen, mit anderen Musikern zu arbeiten. Das war jedoch nicht so einfach, da ich viele Leute durch meine Arbeit bei Jule enttäuscht hatte, kurzfristig Jobs absagte für eine Fernseh- Playbackshow mit Jule usw., was sie mich zu Anfang spüren ließen. Da ich nun nach dem Ausstieg nur noch freier Mitarbeiter war, habe ich auch in Frankenthal beim »Musikant« mit dem Unterrichten begonnen, was ich bis heute noch tue.«</p>
<pre>Hast du ansonsten noch irgendwelche Produktionen in den letzten Jahren eingespielt?</pre>
<p>»Es gab einige Gospel-Alben, viele Auftragsproduktionen im Klangstudio und ein Uwe Ochsenknecht-Album. Dann habe ich häufig Drum-Coaching in unserem Studio gemacht, eben nicht jemanden ersetzt für die Aufnahmen, sondern immer das vermittelt, was meines Erachtens nach fehlte. Ich denke, es ist ungemein wichtig, dass alle Musiker einer Band auch im Studio dabei sind, da sonst die Band recht schnell an solchen Situationen zerbrechen kann. Häufig loopt man dann Parts, und auch bei bekannten Bands mit großen Hits ist das viel zu hören. Für den Verbraucher solcher Gebrauchsmusik mag das ja okay sein, aber mein Ding ist es definitiv nicht. Für mich gibt es da musikalisch große Unterschiede, die man als Musiker einfach machen sollte. Ich bin schon gebucht worden mit dem Hinweis, spiel mal so, als würdest du erst acht Wochen hinterm Set sitzen. Dann denke ich mir auch mein Teil. Aber in der Gebrauchsmusik, der täglichen Hitparade, scheint das so zu funktionieren, doch damit tue ich mich manchmal recht schwer, und daran muss ich mich erst gewöhnen.<br />
Dann habe ich noch eine Produktion in Nürnberg getrommelt, die hieß »Jazz Machine«, ein Rundblick auf fünfzig Jahre Jazz mit Originalzitaten und vielen Loops usw. Die wurde in Hollywood fertig gestellt und soll jetzt in den USA veröffentlicht werden. Ansonsten gab es noch einige Jingles für Karlsberg, Gardena usw. die man halt schon mal mitnimmt. Aber meine Hauptkonzentration liegt bei den Jazz Pistols, wie auch bei Ivan und Christoph, und an der Entwicklung dieses Trios. Das ist zwar finanziell immer noch der schwächste Punkt in meiner Arbeit, doch am meisten kreativ und musikalisch einfach die größte Herausforderung. Und daran arbeiten wir auch weiterhin.«</p>
<pre>Wie bist du denn überhaupt zum Schlagzeug gekommen, wenn dich doch früher eigentlich eher das Ballett und die klassische Musik interessiert haben?</pre>
<p>»Die traditionelle Klassik in dem Sinn war es ja auch nicht. Ich habe nie Beethoven und Konsorten bevorzugt, sondern eher die heftige Schiene mit Strawinsky oder Béla Bartok. Durch das Ballett dann, was dank meines Vaters nur eine kurze Episode war, und eben die Klassik wollte ich Trommler in einem Orchester werden, so mit Pauken, Snaredrum, Mallets usw. Zum Drumset bin ich durch Phil Collins gekommen, der mich mit seiner melodischen Art zu trommeln und noch dazu zu singen total faszinierte. Das war so um 1980 herum, und da habe ich mir alles gekauft, was es von Phil Collins gab, die ganzen Genesis- Platten usw., und dazu getrommelt und gesungen in meiner imaginären Band, von der es gottseidank keine Aufnahmen gibt. Witzigerweise hat das mit dem Trommeln direkt gut geklappt, und ich hatte dann auch schnell eine Band, in der wir nur Cover-Versionen gespielt haben. Da habe ich dann knapp drei Jahre lang getrommelt, was mich wiederum zur modernen Musik gebracht hat. 1983 bekam ich das Angebot, in einer Ami-Club-Band mitzumachen, wo es immer 100 Dollar gab und man knapp vierzig Stücke im Repertoire hatte. Das waren damals knapp 350 Mark an einem Abend, oder besser gesagt, ungefähr die Hälfte meiner monatlichen Arbeitslosenunterstützung, die ich zu der Zeit bezog. Ich hatte gerade meine Lehre als Druckvorlagen-Hersteller fertig, keinen Job, viel Selbstbewusstsein und eine große Klappe, und so habe ich direkt zugesagt, ohne zu wissen, was mich erwartete. Klassische Musik habe ich zu jener Zeit immer noch gehört, sogar Schönberg, also wahrlich keine leichte Kost, und zugleich aber auch Toto, Genesis und Brand X, über die ich übrigens zur Fusion-Musik kam. Die Ami-Club-Schiene habe ich fast ein Jahr gemacht, bis der Dollar fiel und es nicht mehr so lukrativ war. Da habe ich mich dann immer mehr in meinen Übungsraum zurückgezogen und für mich alleine geübt zu Platten usw. Und 1985 kam ja schon die Jule Neigel und somit die Fortführung meiner musikalischen Karriere.«</p>
<pre>Du hattest also nie irgendeinen Lehrer oder mal Seminare besucht, sondern dir als reiner Autodidakt alles selbst in vielen Stunden im Proberaum erarbeitet?</pre>
<p>»Genau, so zwischen 1984 und 85 war es ganz hart. Ich hatte einen Proberaum in der alten Feuerwache, wo ich mich häufig ganze Nächte eingeschlossen und über Monate nur für mich allein geübt habe. Auch das Notenlesen gehörte dazu, was ich ganz gut beherrsche und mir selbst draufgeschafft habe. Wobei mir die Noten nicht so wichtig sind, da ich mir vieles sehr gut und schnell merken kann und daher die Noten recht schnell beiseite lege. Zugleich habe ich tagsüber mein Boxtraining absolviert, um die dicken Arme zu bekommen, und in den Nächten am Set gesessen und geübt bis morgens um sechs. Dann habe ich Brötchen geholt, bin in meine Wohngemeinschaft zurück, hab gefrühstückt und geschlafen. Das war so mein täglicher Ablauf, da ich ja nicht viele Gigs hatte und somit meinem Lotterleben frönen konnte. Alles ging so lange, bis die Jule Neigel Band an den Start kam, und ich endlich viel zu tun hatte &#8211; ausschliesslich mit Musik.«</p>
<pre>Wie vereinbarst du denn das Boxen und das Trommeln? Hast du keine Angst um deine Hände?</pre>
<p>»Keinesfalls, da ich ja keine Kämpfe, sondern nur das reine Training absolviere, um mich persönlich fit zu halten. Und da ist z.B. das Kontraktieren der Hände schon eher hilfreich. Du formst ja nur die Faust, wenn du schlägst, um deine ganze Kraft in diesen Schlag zu legen. Das ist eine tolle Übung für die Spannkraft der Hände &#8211; und ansonsten, auch was die Lockerheit von Hüften, Armen und Schultergelenken betrifft, ist das Boxen eher hilfreich. Ich bin so z.B. besser in der Lage, den Rebound meiner Trommeln zu kontrollieren, da dies ein ähnlicher Vorgang wie der Rückprall im Boxen ist. Aber richtig gekämpft habe ich nie, und das Sparing habe ich schon zu Jules Zeiten drangegeben. Heute ist es die Fitness und Lockerheit, die mich weiter im Training hält sowie die dicken Arme, die ich mir erhalten möchte. Aber um richtig wieder ins Boxen einzusteigen, müsste ich meinen Körper ja auch entwässern, abnehmen usw. &#8211; und das war für mich immer das Schlimmste, was es gab. In der Sauna oder unter der heißen Dusche mit zugeschnürtem Kapuzenpulli Seilchen zu springen und solche Scherze. Das war nun auch nie mein Ding. Daher habe ich mich nie abgehungert, auf Kämpfe verzichtet und lediglich trainiert. Seilspringen ist ohnehin gut für die Handgelenke und die Unterarme, die man dabei zugleich kräftigt und lockert.«</p>
<pre>Machst du dir dann heutzutage eher Gedanken über die Zukunft, musikalisch oder familiär?</pre>
<p>»Familiär fahre ich mit meiner Freundin zur Zeit in sicheren Gefilden, musikalisch möchte ich noch mehr im eigenen Studio mit den anderen arbeiten und weniger unterwegs sein. Ich möchte eigentlich nicht mehr so viel und lange touren, und das funktioniert zur Zeit ja auch schon einigermaßen. Ansonsten sollte ich vielleicht darüber nachdenken, mal meine Schlagzeugschule zu Papier zu bringen, bevor all meine Schüler ihre Bücher abgeliefert haben. Ich denke, dass mein Konzept gut ist und für viele hilfreich sein könnte. Das wäre auf jeden Fall ein Ziel für die Zukunft, und die würde ich auch von Hand, mit Rapidograph und Tusche erstellen &#8211; und gänzlich ohne Computer. Schließlich muss die Ausbildung ja auch mal irgendwann zum Tragen kommen. Ansonsten, wie gesagt, möchte ich sesshafter werden, weniger durch die Gegend jagen und von einem Job zum anderen hetzen. Bei zu vielen Gigs werde ich schnell unselbstständig, gewöhne mich an die Vorteile von Hotels und lege ein gewisses Paschaverhalten an den Tag, was ich gar nicht mag, aber auch nicht vermeiden kann. Zudem übe ich wieder viel, ganz früh morgens meistens, daher bin ich lieber mehr zu Hause. Sozusagen die Werktage zum Arbeiten und das Wochenende zum Spielen. Das wäre meine Idealvorstellung vom Musikerleben.«</p>
<p>Text &amp; Fotos:<br />
Heinz Kronberger</p>The post <a href="https://www.jazz-pistols.de/thomas-lui-ludwig-der-jazz-pistolero-drumspercussion-06-02">Thomas Lui Ludwig: Der Jazz Pistolero Drums&Percussion 06/02</a> first appeared on <a href="https://www.jazz-pistols.de">Jazz Pistols</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Thomas Lui Ludwig &#8211; Sticks 04/02</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jazz Pistols]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Apr 2002 10:55:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit ist er von der pfälzischen Provinz zurück in die  Großstadt gezogen, wohnt jetzt wieder in der &#8220;quadratischen Stadt&#8221; Mannheim, genauer gesagt im Planquadrat T wie Thomas. Der Name Thomas &#8220;Lui&#8221;  Ludwig ist seit anderthalb Jahrzehnten verbunden mit Jule Neigel. Im Laufe der Jahre kamen auch noch zahlreiche Gigs mit dem singenden Schauspieler [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit ist er von der pfälzischen Provinz zurück in die  Großstadt gezogen, wohnt jetzt wieder in der &#8220;quadratischen Stadt&#8221; Mannheim, genauer gesagt im Planquadrat T wie Thomas. Der Name Thomas &#8220;Lui&#8221;  Ludwig ist seit anderthalb Jahrzehnten verbunden mit Jule Neigel. Im Laufe der Jahre kamen auch noch zahlreiche Gigs mit dem singenden Schauspieler Uwe Ochsenknecht hinzu – und dann gibt es natürlich noch die Jazz Pistols, für Lui schon immer eine &#8220;Spielwiese der besonderen Art&#8221;. Vor wenigen Wochen wurde das dritte Album der Jazz Pistols mit dem Titel &#8220;Special Treatment&#8221; veröffentlicht. Anlässlich der im Februar  durchgeführten &#8220;Unplugged&#8221;-Tour von Jule Neigel, die hier neben eigenen deutschsprachigen Songs auch Kompositionen von Sting, Zucchero,  John Hiatt, Edith Piaf, Guesch Patti und dem Buena Vista Social Club präsentierte, hat sich Bruno Kassel mit Lui zum Interview getroffen.</p>
<pre>Unser letztes Interview fand ja kurz nach der Veröffentlichung des zweiten Albums der Jazz Pistols statt. Mit "Special Treatment" ist nun euer dritter Longplayer erschienen. Wie würdest du den Unterschied zur letzten Platte beschreiben?</pre>
<p>Bei der zweiten CD hatten wir vor den Studio-Aufnahmen bereits sämtliche Songs in fertig ausgearbeiteter Form vorliegen, dann sind wir zu Winnie Leyhs &#8220;Klangstudio&#8221; gegangen und standen dort unter dem Druck, in der uns zur Verfügung stehenden Zeit fast zwei Songs pro Tag einspielen zu müssen. Inzwischen haben wir in Kirschhausen unser eigenes &#8220;Cherrytown Studio&#8221; aufgebaut, und daher ist die neue Platte relativ gemütlich entstanden, indem wir immer mit zwei oder drei fertigen Kompositionen ins Studio gegangen sind, um die Sachen dann in aller Ruhe und ohne Zeitlimit aufzunehmen. Wir haben trotzdem im Studio noch viel improvisiert und an den Songs so lange rumgefeilt, bis sie richtig &#8220;rund&#8221; klangen. Wenn wir dann wieder mal ein oder zwei Songs im Kasten hatten, sind wir wieder für eine Weile auseinandergegangen, damit Ivan, unser Gitarrist, und Christoph, unser Bassist sich an neue Kompositionen machen konnten. Sobald die Beiden dann mit neuem Material aufwarten konnten, haben wir uns wieder im Studio getroffen und die nächsten Tracks aufgenommen. Die zweite Platte hatten wir also in einer kurzen Zeit von etwa elf Tagen aufgenommen, und &#8220;Special Treatment&#8221; ist step by step entstanden.</p>
<pre>Ist das für den Hörer deiner Meinung nach zu erkennen?</pre>
<p>Was bei der neuen CD sicherlich verstärkt spürbar ist, ist die Interaktion der drei Musiker untereinander, die nicht wiederholt wurde, weil sie nur einmal stattgefunden hat. Natürlich haben wir die einzelnen Tracks mehrfach hintereinander gespielt, aber die jeweilige Fassung, die sich auf der Platte findet, ist in einem Durchlauf so aufgenommen worden. Wir haben uns nicht an irgendwelchen angesagten Trends orientiert, sondern unabhängig vom gerade angesagten Musikgeschehen unseren eigenen Stil weiterentwickelt. Ich habe beispielsweise während der Produktionsphase überhaupt keine andere Musik gehört, habe kein Radio angeschaltet und mir keine Musikclips im TV angesehen. Ich wollte halt nicht mit irgendwelchen stumpfsinnigen Kylie Minogue-Refrains ins Studio gehen, die sich einem ja sofort im Kopf festfrieren, das wollte ich unbedingt vermeiden. Wir haben uns um den ganzen Industriekram nicht mehr gekümmert und uns nur auf das eigene Material konzentriert. Im Studio haben wir dann immer wieder intensiv improvisiert. Ich bin mir sicher, dass die Songs bei unseren Live-Gigs jeden Abend anders rüberkommen, da wird es immer wieder Passagen geben, die in der Form nur ein einziges Mal zu hören sein werden &#8230;</p>
<pre>Wenn die Jazz Pistols eine CD aufnehmen, benutzt du dann dein Live-Drumset, oder bevorzugst du dafür eine andere Konfiguration?</pre>
<p>Nein, ich habe immer mein komplettes Drumkit im Studio stehen. Das ist ein Pearl MMX &#8220;Masters Custom&#8221;-Serie, also aus Maple, mit einer 22&#8243; x 18&#8243; Bassdrum, dann – von meiner Sitzposition aus betrachtet – von links nach rechts ein 13&#8243; Tom, ein 12&#8243; Tom, dann das 10&#8243; Tom, davon rechts das 8&#8243; Tom, über dem dann das große Sabian 22&#8243; Power Bell Ride-Cymbal hängt. Alle diese Toms haben normale, kurze Kesseln und Remo &#8220;Ambassador&#8221;-Felle. Dann geht&#8217;s weiter rechts mit Toms in den Größen 14&#8243;, 15&#8243; und 16&#8243; mit Remo &#8220;Emperor&#8221;-Fellen, diese Toms stimme ich in Quarten zueinander. Sämtliche Toms haben Guss-Spannreifen drauf. Links neben der Hi-Hat habe ich dann noch ein 18&#8243; Gong-Tom mit Resonanzfell, welches ich auf der Schlagfellseite mit einem Bassdrum-Mikrofon abnehme. Dieses Gong-Tom nehme ich aber nur in den seltensten Fällen mit auf Tour. Des weiteren habe ich noch eine 14&#8243; Snaredrum und eine zweite 10&#8243; Snaredrum links daneben. Grundsätzlich mag ich keine neuen Felle, denn sie klingen einfach besser, wenn man sie schon eine Weile spielt.<br />
Im Studio benutze ich mit Ausnahme des erwähnten &#8220;Power Bell&#8221; Ride-Cymbals und einem handgehämmerten 22&#8243; Chinese aus der HH-Serie nur die Sabian AA-Cymbal-Serie: 16&#8243;, 17&#8243;, 18&#8243; und 19&#8243; als extra dünne Crash-Cymbals, eine 13&#8243; AA Regular Hi-Hat und noch eine zweite Hi-Hat, wobei das Modell allerdings variiert.</p>
<pre>Soviel zu deinem Studio-Set. Hier bei der "Unplugged"-Tour von Jule Neigel spielst du aber ein deutlich reduziertes Schlagzeug-Set.</pre>
<p>Ja, hier fahre ich einen erdigen und leicht jazzigen Sound mit sehr weichen Cymbals, und zwar den dünnen HHX-Cymbals. Hier spiele ich ein 19&#8243; auf Richtung &#8220;11 Uhr&#8221;, auf etwa &#8220;13 Uhr&#8221; habe ich das 21&#8243; André Ceccarelli Hot-Ride Signature-Cymbal, dann ganz rechts bzw. links außen auf &#8220;8 Uhr&#8221; ein 17&#8243; und auf &#8220;16 Uhr&#8221; ein 18&#8243; Crash-Cymbal. Dann zwei Snaredrums, wovon eine die 14&#8243; x 6,5&#8243; Pearl &#8220;UltraCast&#8221; mit gegossenem Aluminiumkessel ist, die einen ganz tollen Sound hat, weil ich sie relativ tief gestimmt habe. Früher war ich ja immer so bockig, dass ich meine Snaredrum schon aus Prinzip ganz hoch gestimmt habe. An Toms habe ich bei der Jule-Tour 13&#8243;, 12&#8243;, 14&#8243; und 16&#8243;, die ich auch alle ziemlich tief gestimmt habe.</p>
<pre>Dann habe ich bemerkt, dass du eine Hi-Hat einsetzt, bei der das untere Cymbal einige Sizzles aufweist ...</pre>
<p>&#8230; ja, das ist noch aus dem uralten Lagerbestand von M&amp;T, diese 15&#8243; Hi-Hat habe ich mir mal irgendwann mitgenommen. So was ist ja eigentlich überhaupt nicht im Trend, aber gerade deshalb hat mich diese Hi-Hat schon vom ersten Moment an gereizt. Und da ich auf der &#8220;Unplugged&#8221;-Tour von Jule ohnehin ziemlich leise spiele, passte diese Hi-Hat wunderbar in das Gesamtkonzept &#8230;</p>
<pre>Wie sehen denn deine Pläne für die nächsten Monate aus?</pre>
<p>Nach dem Ende der &#8220;Unplugged&#8221;-Tour mit Jule Neigel stehen dann sowohl die Tour mit Uwe Ochsenknecht an als auch diverse Auftritte mit den Jazz Pistols. Dann erscheint dieser Tage auch die zweite CD des Gospel Celebration Choir, auf der ich auch getrommelt habe. In diesem Mannheimer Chor hat auch Xavier Naidoo lange Zeit mitgemacht. Es ist also wieder mal viel los.</p>
<p>Interview &amp; Fotos: Bruno Kassel</p>The post <a href="https://www.jazz-pistols.de/thomas-lui-ludwig-sticks-04-02">Thomas Lui Ludwig – Sticks 04/02</a> first appeared on <a href="https://www.jazz-pistols.de">Jazz Pistols</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Christoph V. Kaiser: Global Bass 02/02</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jazz Pistols]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Feb 2002 11:42:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>BASS-Meister                                 By Brent-Anthony Johnson FliegenFretless! Jazz Pistols bassist Christoph Victor Kaiser is the epitome of team-player and incredible soloist! His ability to soar, with seeming effortlessness, above the German trio&#8217;s tight, punchy, curvy, and relentlessly swinging arrangements of standards, and their own well-written material speaks both to hours in the woodshed… and special gifting. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BASS-Meister                                 By Brent-Anthony Johnson<br />
</span></p>
<p class="Schrift"><span class="Schrift-bold">FliegenFretless!<br />
Jazz Pistols bassist Christoph Victor Kaiser is the epitome of team-player and incredible soloist! His ability to soar, with seeming effortlessness, above the German trio&#8217;s tight, punchy, curvy, and relentlessly swinging arrangements of standards, and their own well-written material speaks both to hours in the woodshed… and special gifting. A, &#8220;flying fretless bass master&#8221;, if you will.<br />
Along the way, the bassist also lends his compositional expertise to the Jazz Pistols releases, as well as engineering and mixing the material as the group&#8217;s resident engineer. The Lipstick Records catalogue: 3 On the Floor, 3 On The Moon, and the very recently released, Special Treatment, display each musicians remarkable skill on their chosen instruments! Also, unlike many trios I&#8217;ve both listened to and participated in, the Jazz Pistols display incredible maturity in supporting one another… and most, importantly, supporting the tune!<br />
Christoph gracefully moves from fretless, thumb-style, to vicious pizzicato playing throughout the band&#8217;s able catalogue, and not since Kai Eckhardt (a former instructor of Christoph&#8217;s) have I heard a player that so masterfully encompasses the known aspects of bass guitar playing – as it stands, in the year 2001! He&#8217;s also a great guy to chat with, and this interview is a result of our 2-year friendship, and regular email conversations.<br />
After lengthy studies of both the piano and the violoncello (1975-1982) Christoph decided upon the bass guitar in 1987. Since then, he has studied at the Future Music School in Aschaffenburg, Germany, and he won a scholarship to attend the Summer Course at Berklee College of Music, in 1998. There, Christoph studied with Kai Eckhardt, and Bruce Gertz in 1998-1999. Christoph&#8217;s time at Berklee also presented the opportunity to attend Master Classes taught by Jonas Hellborg, Milt Jackson, Josef Zawinul, Gary Burton, Johnny Griffin, and John McLaughlin. Most recently Christoph was asked to participate in the next edition of &#8220;Basstalk&#8221; alongside Stanley Clarke. &#8220;Basstalk&#8221; is an international compilation of bassists!<br />
A long-time endorsing artist of Fodera Basses, DR Strings, Monster Cables, QSC Amplifiers, and JM Audio cabinets, Christoph brings his absolutely beautiful fretted and fretless 6-string bass tone to the Jazz Pistols discs. Check out the Jazz Pistols arrangement of &#8220;Teen Town&#8221; on 1997&#8217;s 3 On The Floor! It only gets better, from there!</span></p>
<p class="Schrift"><span class="Schrift-bold">Here&#8217;s what we talked about…</span></p>
<pre class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BAJ: Chris! Thank you for sending me the 3 Jazz Pistol discs, man! They are fantastic, and they really display what a great player you are! I also appreciate the way "the Pistols" have decided to add popular material to your repertoire! I was pleasantly surprised to hear Bela Fleck's "Blues For Gordon" and Chick Corea's "Spain", on the 3 on The Moon disc! Well done! Has Bela or Chick heard your arrangements?
Also, how do you guys decide upon material to record?</span></pre>
<p class="Schrift">CVK: Hi Brent, thank you for this opportunity to speak about the Jazz Pistols, and about my approach to music. It is always difficult to achieve a wide spectrum of different sounds in a trio. We decided to include some compositions of other artist into our program&#8217;s repertoire, in order to find out other ways to express our Jazz Pistols&#8217; sound. It is challenging to compose your own music and to try to sound your best… But, it is also interesting to work with a given tune and find out what you could do to present it in your own way! Especially in our situation &#8211; as the original recordings of Chick Corea, and Weather Report were, obviously, recorded with a bigger lineup.<br />
To catch the essential character of a tune with just 3 players is both challenging for the musicians, and it also shows the quality of a composition! It doesn&#8217;t have to relate to thousands of overdubs, or other studio tricks, in order to sound good.<br />
It is not a general rule for a good composition… but I just feel that way very often. I sent Victor Wooten a copy of our CD that featured one of his compositions… but I don&#8217;t know if he had the chance to listen to it, or not. I don&#8217;t think that Chick knows about our version of &#8220;Spain&#8221;. I think he has more important stuff to do than checking out the 1001st version of &#8220;Spain&#8221;&#8230;!<br />
(laughter)<br />
I know from other musicians that they compose a lot of songs, but maybe only record half of them on a given CD. We select our compositions right from the first groove, or melody/fragment. If it doesn&#8217;t catch us right away, we don&#8217;t lose time by developing it any further &#8211; in order that another tune might better work for us.</p>
<pre class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BAJ: Cool! One of the things I admire most about the Jazz Pistols is that you are able to get to the essence of a tune, very quickly, and economically.
I also really appreciate the tone you're able to capture on your recordings. How close is that sound to your live sound, and what are the differences, if any? How do you go about recording your instruments in the studio?</span></pre>
<p class="Schrift">CVK: In the studio, I record directly from the DI-out of my Demeter Pre-amp with an additional Demeter tube compressor. I tried to mike my cabinets… But, in my case, it didn&#8217;t give me what I was looking for. Now, I stick with the DI signal – as it is far more precise, and it&#8217;s better for our sound. I can say that the studio sound is also my live sound. I don&#8217;t use any crazy studio effects that would make it impossible to rebuilt the sound on stage. We&#8217;ve recently made a great step with the Jazz Pistols…! We bought a PA, and we&#8217;re working with the digital mixing consolefrom our studio, the Roland VM-7200. We can save the presets for our in-ear monitoring system, so each player can have his own mix.<br />
With my foot controller I can also control the console. I don&#8217;t use my bass cabinets in Jazz Pistols, anymore. I just go direct from my Demeter &#8211; like in the studio. I&#8217;m trying to find the best sound for the 18&#8243; subwoofer and 12&#8243;+horn PA speaker setup. But, in the end, it will give us a better sound… more relaxed than the small speakers of my personal setup. The PA setup is especially good for my midi sounds &#8211; triggered from my midi pickup and the Ivans acoustic guitar I use for some shows.</p>
<p class="Schrift">BAJ:</p>
<p class="Schrift">CVK: I&#8217;ve been playing Fodera basses for 6 years, and I&#8217;m very satisfied with them! It is an instrument of the highest quality, and it has a sound of its own &#8211; but it&#8217;s a very understated sound. Its not like a Music Man Stingray… which has a very strong sound! The Stingray can be too strong, at times, especially when switching between different styles of music. After playing and hearing the Music Man for a long time, I can now hear the character of the Foderas &#8211; out of which such different players: Victor Wooten, Anthony Jackson, or Matthew Garrison find their personal sounds. Fodera basses don&#8217;t cover up my personal sound approach, or my technique!<br />
Anthony Jackson and Lincoln Goines are currently playing with only one pickup, and they just trust the acoustic qualities of their instruments. I like to mix a little bit of the two pickups on my instruments. I also have a very good 3-band electronic… but I hardly ever use it.</p>
<pre class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BAJ: Unlike many "fusion bassists" you don't tend to use a lot of effects. You seem to have a deep love for the natural sound of a well-made electric bass guitar. Tell us about that.</span></pre>
<p class="Schrift">CVK: A few years ago, I messed around a little bit with effects… But, I soon realized that effects covered a lot of the character of the bass. Effects also made my sound very muddy in the low end. As a bass player, you are always in trouble sound-wise. The low frequencies present a lot of energy that goes through the different locations you are playing… and it is always different. So, I decided not to use effects, in order to make the bass sound as precise and clear as possible.<br />
I started out with Trace Elliot Amps and bigger cabinets in the 80&#8217;s… But, I never could really handle the graphic equalizer so well &#8211; there were just too many possibilities to change… and therefore also to destroy, the sound! It takes time to get to know your own sound and the frequencies that are responsible for getting that natural sound.<br />
For the past 6 years, I&#8217;ve used the Demeter Pre-amp I mentioned which is very simple: bass, mid, treble, and presence control &#8211; but at the right spots! Normally, I just leave them flat. So, the sound I produce with the fingers can characterize my sound and not an equalizer- or sound pre-set.<br />
I also use a German-made JM AUDIO cabinet that is loaded with four 8&#8243; speakers, and a horn. On stage, this cabinet gives me the clarity that I need and it doesn&#8217;t produce too much bass… which, would disturb the transparence. I like to switch between different playing styles. So, in order to bring my approach to the audience, I don&#8217;t change sound settings… I change the sound with my fingers.</p>
<pre class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BAJ: Let's move on to the subject of composition… Many of your tunes ("Moby Dick", "Seven Up", and "Special Treatment" come to mind) are collaborations within the band. Do you subscribe to a particular writing formula? Also, do you find yourself writing from the bass guitar… or, do you employ the piano for compositions?</span></pre>
<p class="Schrift">CVK: The Jazz Pistols compositions I write are written on the bass guitar. The reason for this is that I always look to find new approaches on the bass, and many of these searches turn into tunes. In order to get as much diversity between the tunes as possible, in a trio, each instrument has to try to change its sound and approach as much as possible. We often start off with a certain groove – one that is strong enough on its own. Then, we collect our best parts, and very often they match very well. Most of our tunes are composed by ear, by the way.<br />
When I went to Berklee, I learned quite a lot about harmony. However, I don&#8217;t start with a given chord on paper and try to think, theoretically, which chord would sound best after another. We, simply, play a chord and then (if we are lucky) we will hear the next chord in our heads… and play it. So, after a tune is composed, we have to ask ourselves which chord progression we just played! It&#8217;s definitely not the fastest way to compose… But, we are not producing jingles! So, we take the time for the Jazz Pistols to come up with the best results!<br />
We also work a lot with odd grooves! We never start out with the idea to compose a tune in 9/8 or 15/8 or try to be just odd… We also focus a lot on playing odd grooves that sound even &#8211; not playing odd groove because they are odd.</p>
<pre class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BAJ: The "trio format" can be both liberating, and completely disconcerting! You and your band mates have done well within this format. Could you talk to our readers about his matter, and also about the differences between playing in a trio, and playing in another format – and your approach to going from one to the other?</span></pre>
<p class="Schrift">CVK: The way I play with the Jazz Pistols is almost exclusively connected to this particular trio&#8217;s format. I wouldn&#8217;t necessarily tap chords or play melodies along with bass lines, if there was a piano, or another additional instrument, playing the chords &#8211; and therefore giving the guitar more freedom to focus more on other things.<br />
In other bands I play &#8220;normal bass&#8221;, and take care of the usual business of a bass player. But, a thing that I always want to incorporate in every band is to use different playing styles, in order to make the structure of the songs clearer, or to give the soloist different backgrounds.<br />
Within a trio, there are so many things that are simply not possible. You have to find a work-around in order to still sound full – and like a band that the audience, after a 2-hour concert, doesn&#8217;t say that they missed a saxophone, or a keyboard, on some parts. Our strength is in our arrangements… and our constant rehearsals!<br />
We meet once a week throughout the year and work on our stuff. That&#8217;s not usual for professional jazz bands &#8211; which typically come together only for gigs a few days or weeks before a tour, or a recording!</p>
<pre class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BAJ: Tell us about your approach to soloing.</span></pre>
<p class="Schrift">CVK: Actually, I don&#8217;t feel so much like a soloist&#8230; I feel more comfortable if I can accompany my band mates with good bass lines. With the Jazz Pistols, I feel more like soloing more often than usual. There is so much space for me to do all this tapping stuff, and to change grooves with Lui Ludwig (Jazz Pistols drummer). I&#8217;ve never liked the fact that everybody stops playing altogether &#8211; or they drastically change their playing level &#8211; when the bass player starts soloing. It gives me a strange feeling! I would like to be a part of the band during my solos, and I like interacting with the ideas of the accompanying musicians.</p>
<pre class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BAJ: I've noticed that you don't "become" a soloist when it's time to go into that space! You solo… like you play grooves! That's a rare facet in most players. Please give us an overview of your approach.</span></pre>
<p class="Schrift">CVK: When I first started to play solos… I listened closely to musicians in order to get ideas about how to start a solo, and how to build up my ideas… and I looked for licks to &#8220;steal&#8221;! But, somehow, it&#8217;s hard to bring a saxophone solo &#8211; or other non-bass solos &#8211; to the bass. It is, however, a great way to study your instrument, and to nail down new techniques on your fingerboard. This greatly improves your technique!<br />
I didn&#8217;t like the way my playing switched to a totally different character, when I first began soloing. Bass solos follow different rules than other instruments, and I&#8217;ve come to understand this over time.<br />
When the bass takes a solo, an important instrument of the band drops out: the bass. When I would suddenly switch to play in a higher octave it would give a very harsh cut to the over all sonic structure of the music. So, now, I prefer that a solo evolve and, at the same time, incorporate a connection to the stuff I was playing before. It&#8217;s different when Marcus Miller or John Patitucci takes a solo on their CDs… They almost always have a synth bass, or themselves, overdubbing with a different bass line that supports the bass solo. The Jazz Pistols hold very tightly to the trio format, So, I do not overdub myself to support my bass solos.</p>
<pre class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BAJ: I meant to ask this earlier… What are you studying these days, and are there books you can recommend to our readers?</span></pre>
<p class="Schrift">CVK: The fact that we are also running the Jazz Pistols&#8217; business on our own, takes a lot (too much) of practice time away. But, it is all part of the music business &#8211; to promote ourselves, and to get to know our recording studio, and other stuff. Somehow, it is all part of a bigger picture&#8230;<br />
I would encourage everybody to focus not on the music, alone! It&#8217;s sad to say it… But, it is all too rare for labels to approach an artist, and say, &#8220;You just play &#8211; we make the rest for you!&#8221; It will never happen to me, anyway!<br />
No matter what I&#8217;m practicing, I always watch that it is in time. I like to practice with the metronome and switch between different times, styles and not fixate on a certain tempo. I cover a lot of the material I collected at Berklee College of Music. I used to work on technique a lot &#8211; I always thought about technique as something learnable. There are some aspects of musicianship which are more difficult to achieve &#8211; or, at least, more difficult than others. In the area of learning technique… it is only a case of practice. Some people can slap right away, while others need days, or weeks, to get their first slap sound out of the bass. I firmly believe anybody can get to a great playing level if they just work hard enough. But, then you have to fill this technique with musicality and not just this technique.</p>
<pre class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BAJ: Absolutely! One of the reasons I've not read a couple of the other bass-oriented magazines, is because they insist upon calling everything someone plays with their thumb, "funky". Some of the people winning this prized "most funky award", are also some of the most groove illiterate players I've ever heard! By the same token, Jaco, who didn't play with his thumb… was FUNKY!
The debate between "unlined versus lined fretless fingerboards" is an ongoing matter in the bass guitar world. Please tell about your approach to, and also, how you study the matter of fretless intonation.</span></pre>
<p class="Schrift">CVK: I played violoncello for about 10 years, as a youth. So, I got used to playing without frets and fret-lines. Beside that, I could hardly see fret-lines on the stage, if I needed to. I use the one-finger-per-fret method on both fretless and fretted bass, and try to place my finger exactly on the note. In that way, the approach between fretted and fretless bass is not so different to me – from a fingering standpoint.<br />
But, everybody should choose what fits him/her best. Maybe lines are good for fretless beginners, as well as for great players, like Gary Willis.<br />
The reason I play without lines was also a design choice. It looks more mysterious &#8211; just a plain black ebony fingerboard &#8211; and I wanted to trust my ears right from the start. On fretless bass you just can&#8217;t rely completely on lines, or on visual correctness &#8211; where you think the note is. You must learn to check intonation without looking, and to correct every incorrect tone as soon as possible. It&#8217;s too late if you correct the pitch after a few beats – once the errant note becomes more and more out of tune! You have to concentrate on every note.<br />
It is similar to working on timing, and playing with a metronome with the beats on 2 and 4. You have to learn to immediately recognize when you are slightly in front of, or behind the click. Then you have to correct your tempo immediately! Otherwise, you are so far off the beat by the next click that it is hard to come back to the groove.</p>
<pre class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BAJ: Exactly! Interestingly enough, I was making a similar analogy about playing fretless to using the metronome, and making slight, constant timing adjustments, to a student recently. I also give the example of driving a car, to my students who ask about playing fretless in tune: Just because the car appears to move in a straight line, doesn't mean that a number of minute adjustments aren't being made to keep the vehicle progressing along that particular path! When playing fretless, it has to become a natural progression to identify, and then move toward, the correct pitch! I'm so glad to hear another player employ a similar example! Thank you!
Who are some of the musicians you're listening to?</span></pre>
<p class="Schrift">CVK: I listen to a lot of musicians! Bass-wise, there are the usual suspects: Marcus Miller, Victor Wooten, Gary Willis, Jaco Pastorius, and John Patitucci. But, I always try to listen to every unique voice on each instrument! When I like somebody very much, I want to find ways to incorporate parts of his/her style into my own playing. Also, you learn a lot about your own sound, and goals &#8211; how you want to sound &#8211; when you are listing to somebody with a different approach to music. Even if the resulting conclusion is, &#8220;that&#8217;s not the way I want to sound.&#8221; Find out what it is you don&#8217;t like in your own playing, and get rid of it!</p>
<pre class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BAJ: What are a few of your music-oriented goals for the year 2002? Also, how do you approach seeing your playing goals into fruition?</span></pre>
<p class="Schrift">CVK: A big goal for 2002 is definitely to promote our new Jazz Pistols CD &#8220;Special Treatment&#8221;! We would like to play a lot of live gigs, Nationally, and also Internationally. Right now, we have to do all the business on our own &#8211; we would love to find a competent person, someone who sees our potential, and who wants to work with us. We are also thinking about developing our style for the next recordings. We are taking the Jazz Pistols very seriously and we don&#8217;t want to repeat ourselves. More than anything, we want to play in a band that is very encouraging for each ofus, and one that allows us to find new ways to express yourselves!</p>
<pre class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BAJ: The Jazz Pistols participate in a lot of Workshops. How did that get started, and what is the ultimate goal of the workshops?</span></pre>
<p class="Schrift">CVK: Band workshops are a great thing because they don&#8217;t focus on one specific instrument – which, is what you already study your private teacher, or by yourself. A band workshop concentrates on the interplay between the different instruments in a band. Normally, you don&#8217;t have a teacher in your practice room… So, it&#8217;s a good idea to have a coach &#8211; to get ideas for your instrument in a band context.<br />
There are two parts of the workshop… The first part emphasizes the most importance of playing music: Playing it together in a band!<br />
During this part of the workshop, we speak to bassists and drummers, for example, about how to lock up a groove. We also speak about those little details &#8211; where a lot of people think, &#8220;that&#8217;s easy &#8211; I can do that.&#8221; But, if they actually had to do it, it is an immediately identifiable problem in their playing!<br />
We also cover playing in time; making the right count-off before a tune begins; taking the given time to identify the groove, and finding the important beats of a groove to lay down. The second part of the workshop is to introduce the people to concepts of music that most can&#8217;t easily try with their friends &#8211; like odd grooves, and other Jazz Pistols oriented stuff.</p>
<pre class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BAJ: Please talk to us about "Basstalk"…</span></pre>
<p class="Schrift">CVK: Unfortunately it looks like it will not happen. Bert Gerecht and his Hot Wire Record Label are not in good shape, at this time. I don&#8217;t now all the details yet… We spoke last year about a track of mine for the next Basstalk CD that Stanley Clarke would have been on. Maybe someday&#8230;</p>
<pre class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BAJ: That's too bad. I know that BASSICS Magazine issues a monthly disc that features the guests in the magazine. It might be an idea… Also, remember that we have Global Bass Station, here at Global Bass! Send a disc to the magazine, and see if we can play if for ya'! How often do you get back to the US, and are you coming to North America this year?</span></pre>
<p class="Schrift">CVK: In past years I was visiting the US at least once a year. I was studying at Berklee from 1999 to 2000, and it was a great experience! Not only because of the music &#8211; I got to know many friends from all around the world, there. Berklee, is an unbelievable melting-pot for all cultures from Africa, Europe, Russia, Israel, Arabia, Japan, and of course, the USA. I really loved that environment. It can give you a lot! A friend of mine, a great bass player from Yugoslavia/Serbia was in my class when America and Germany and others attacked his country, in order to put pressure on Millosovich. It was a strange feeling &#8211; your own country throws bombs on the city of your family, or of a friend! I wish everybody could have the opportunity to get to know people of different cultures, and to live with them in an environment like Berklee. A lot of misunderstandings based on the different cultures would pass. Anyhow… I believe that good musicians are open-minded and tolerant, because that&#8217;s the behavior that is needed in a successful band! You have to interact and try to understand what your fellow musicians. I hope that I can visit some friends in Boston, in 2002.</p>
<pre class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BAJ: What's next on your busy agenda?</span> CVK: The most important thing for us, right now, is "Special Treatment". We will give a lot of interviews in Germany, and we are thankful for every opportunity, like this, to make people aware of the Jazz Pistols! Otherwise we will play gigs and festivals. I sometimes sub in a famous rock group in Germany, the Jule Neigel Band. I also have a modern jazz quartet with original compositions with Seattle based pianist Pax Wallace. I'm currently recording our disc, "Pax Wallace Quartet", in the Jazz Pistols Studio.</pre>
<pre class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BAJ: Any closing comments for the Global Bass Magazine readers?</span></pre>
<p class="Schrift">CVK: I especially like a comment from Victor Wooten. He said that he always tries to be the best player he can be in the moment. Not some unreachable goal… just to realize and concentrate on your power and your own possibilities… and try to make the best out of it! Thank you all for taking time to read this interview!</p>
<pre class="Schrift"><span class="Schrift-bold">BAJ: Thank you, Chris! I think the Jazz Pistols are an important band, and I wanted to do everything I can to see that the US hears about the band, and the new disc!
Folks… the Jazz Pistols ROCK! You can read more about Christoph and the band at: http://www.jazz-pistols.de/ and you can email Christoph at: Christoph@jazz-pistols.de </span></pre>
<p class="Schrift">Brent-Anthony Johnson is a bassist/composer/arranger/instructor living in the Denver Metropolitan area. He co-leads the group Sonal Anu and the premier release is scheduled for December 2001! Stay tuned to Global Bass Magazine for more information. His website is at http://www.noisytony.net/ and his email address is: noisytony@att.net</p>The post <a href="https://www.jazz-pistols.de/christoph-v-kaiser-global-bass-02-02">Christoph V. Kaiser: Global Bass 02/02</a> first appeared on <a href="https://www.jazz-pistols.de">Jazz Pistols</a>.]]></content:encoded>
					
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