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Very Special Treatment Von Frank Becker - Online Musik Magazin Vor den exzellent groovenden, geradezu wunderbar wummernden Bässen Kaisers und der hervorragenden Rhythmusmaschine des Drummers Thomas Lui Ludwig, der auch einem Dietrich Rauschtenberger Freude machen würde, brilliert Stefan Ivan Schäfer an seiner Fender mit derart beeindruckenden Läufen, daß einem als Reverenz für die Größe seiner Kunst spontan eigentlich nur John Scofield und Mike Stern einfallen. Was er in "Moby Dick", dem oben bereits erwähnten "Special Treatment", in Kaisers "Take The Brake" (tut er aber nicht, zum Glück!) oder in "Teen Town" zaubert und wirbelt, ist allerallererste Sahne. Kaiser steht ihm nicht nach, stellt ihm Baß- Linien von Pastorius-Klasse zur Seite und zeigt besonders in "Take The Brake", das er sich für seinen Baß maßgeschneidert hat und in dem unmittelbar anschließenden Pastorius-Titel "Teen Town" virtuos und atemberaubend wo Bartel den Most holt - toll! Das höchst löbliche Tun der beiden Ausnahme- Saiten- Zauberer wäre unvollkommen ohne einen Premier-League-Drummer wie "Lui" Ludwig, der für einen Unterbau sorgt, der das gewaltige Gebäude dieses Live- Abends vom Jazz Pistols-Standard "Three On The Floor" bis zu Zawinuls Weather Report Superhit "Birdland", in dem Schäfer dem Affen ordentlich Zucker gibt, sicher trägt. Ein ganz feines Album mit sehr, sehr selten in dieser exquisiten Qualität zu hörender Musik auf der Schwelle zwischen First Class Jazz und Rock der Spitzenklasse. Und nun gibt es seit Kurzem auch die DVD zum Konzert "Jazz Pistols - live", die zusätzlich - auf eine DVD geht eben mehr drauf als auf eine CD - den Chick Corea-Titel "Spain" und das wummernde "Tough Stuff" von Kaiser/Schäfer, also das ganze Konzert enthält. Auf der Bonus-Spur gibt es ein Interview mit der Band, für englischsprachige Fans dankenswerterweise mit englischen Untertiteln. Das in Dolby Digital Surround aufgenommene Konzert wurde mit mehreren Kameras gefilmt und macht durch den hervorragenden Sound und die raffinierten Blickwinkel beinahe noch mehr Spaß als die ohnehin schon hinreißende CD. Für die sollte man sich ruhig mal einen Abend frei nehmen und das Privileg eines Spitzen-Konzerts daheim genießen. |